Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-920866
Verschiedene 
Style. 
in Ausführung kamen. Allein da die Arbeit eine gemein- 
same war, so ist die Baugeschichte jedes Landes nur 
ein willkürlich begränztes Fragment der gesammten, 
innerlich zusammenhängenden Geschichte. Die nationa- 
len Verschiedenheiten gehören daher nicht in die allge- 
meine Schilderung der Architektur, sondern finden ihre 
Stelle erst in der chronologischen Erzählung, je nachdem 
eines oder ein anderes der Völker mehr in den Vorder- 
grund der Geschichte tritt. Nur dort kann das reiche 
und anziehende Bild mannigfaltiger Wechselwirkungen in 
diesem Völkerverbande vorgelegt werden. 
Eine Ausnahme ist indessen zu machen. Die nordi- 
schen Völker, Deutschland, England und Frank- 
reich bilden den eigentlichen Schauplatz dieser archi- 
tektonischen Thätigkeit; Skandinavien und Spanien 
schliessen sich daran an. Italien dagegen nimmt eine 
abgesonderte Stellung ein; es erfährt wohl Einflüsse von 
jenen, aber mit geringer Empfänglichkeit für den innern 
Geist des Strebens, aus dem sie hervorgingen. Es trägt 
ein, wenn auch noch nicht entwickeltes, Selbstgefühl in sich 
und geht einen selbstständigen Gang. Diese Verschieden- 
heit Italiens von jenen andern Ländern ist übrigens nicht 
bloss kunstgeschichtlich, sondern findet sich auch in an- 
dern geistigen Beziehungen, man ist stillschweigend ge- 
Wölmt, wenn man vom Mittelalter spricht, dabei vor- 
Zllgsweise an die nordischen Länder zu denken. Auch 
ich werde daher zunächst nur von diesen spreellell und 
die gesammte Kunstgeschichte Italiens im Mittelalter 
Später gesondert betrachten. 
In diesen nordischen Ländern unterscheiden wir schon 
bei oberflächlichem Ueberblicke zwei Sehr Verschiedene 
Klassen von Gebäuden; die eine hat noch mehr aus der
        

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