Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-920723
Die 
Encyklopädie. 
107 
Politik, mit Einschluss des Rechts, endlich die Mechanik 
rechnet, wo allerlei Nachrichten von Kleidern, Bauten, 
Kriegführung aus antiken Schriftstellern beigebracht wer- 
den. Die Medicin macht den Uebergang zu den theo- 
retischen Doctrinen, weil sie Beiden angehört. Ihr folgt 
,die Physik, die Mathematik, die Musik und endlich, als 
das Ziel aller Weisheit, die Theologie. 
Die Historie (die dritte grosse Abtheilung) be- 
ginnt mit einem Auszuge aus der Schöpfungs- und Natur- 
lehre, geht dann zu den Patriarchen über und findet bei 
den Söhnen Noah die Gelegenheit zu einem geographi- 
schen Ueberblicke. In der ferneren Erzählung der altte- 
stamentarischen Geschichte werden die wichtigsten 'l'hat- 
sachen der heidnischen Welt eingeschaltet. Namentlich 
sind ihre Dichter und Philosophen mit Blumenlesen aus 
ihren Werken und Uebersicht ihrer Systeme aufgeführt. 
Diese Auszüge werden bei den Lateinern umfassender 
und schliessen sich so unbefangen an die heiligen Her- 
gäxige an, dass die Legende der Jungfrau Maria zwi- 
schen Virgil und Horaz zu stehen kommt. Fortan giebt 
denn die Geschichte der römischen Kaiser den chronolo- 
gischen Faden, an den sich die christlichen Apostel und 
Märtyrer, die Kirchenväter und ihre Lehren, aber auch 
Excerpte aus profanen Schriftstellern anreihen. So geht 
der Verfasser in das Mittelalter über , wo dann die Hel- 
densage, Utherpendragon und Artus, Ganelon und die 
Schlacht von Roncevalles, andrerseits aber auch manche 
Wundergeschiehten ihre Stelle erhalten. Die Kreuzzüge 
erscheinen merkwürdigerweise keinesweges als ein sehr 
bedeutendes Ereigniss, der Autor weiss viel von unrei- 
nen Beweggründen zu sagen, auch ist er bei den Käm- 
pfen der deutschen Kaiser mit den Päpsten ziemlich
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.