Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-899356
Christliche 
Sarkophage. 
75 
Opfer des 
gebildet  
Kain 
und 
Abel 
in 
ganzer 
Gestalt 
als 
Greis 
Die Zusammenstellung und Anordnung der erwähnten 
Gegenstände auf den Denkmälern ist eine ziemlich man- 
nigfaltige und freie. Die Sarkophage enthalten gewöhn- 
lich auf ihrer langen Seite mehrere Darstellungen, meistens 
fünf, durch kleine Säulen getrennt, Welche oben grades 
Gebälk, Bogen, Giebel oder muschelförmige Höhlungen 
tragen. In dem mittlern Raume ist meistens der Heiland, 
entweder lelnend zwischen zwei Jüngern oder in irgend 
einer Handlung dargestellt. Als Lehrer sitzt er oft auf 
einem Throne, unter dem dann zuweilen eine männliche 
bärtige, oder eine weibliche Gestalt, welche mit ihren 
ausgebreiteten Armen einen schwebenden Schleier hält, 
hervorsiehtwt). Wahrscheinlich ist dadurch auf Christi 
Verklärung oder Herrschaft hingedeutet, so dass jene 
Gestalten den Himmel (Uranus) oder die Erde (Terra) in 
antik allegorischer Weise bezeichnen. Oft aber ist Christus 
auch stehend gebildet, und dann durch einen Vorhang 
hinter ihm oder durch grössere Dimension, gewöhnlich 
aber dadurch ausgezeichnet, dass er auf einem Hügel 
steht, aus dem die bereits erwähnten vier Quellen fliessen. 
Neben diesem mittlern Bilde sind auf beiden Seiten andre 
angebracht, deren Gegenstände gewöhnlich keinen innern 
Zusammenhang haben, nicht einmal nach ihrem Ursprunge 
aus dem alten und neuen Testamente scharf gesondert 
sind. Sie sind daher auch immer geschieden, entweder 
durch Säulen oder durch Palmen, oder auch wohl, was 
jedoch seltener vorkommt, durch bedeutungslose Neben- 
a") Aringhi I. 427. 
   5 
M") Auf dem Sarkophage des Junllus B435" 
andern im Vatican. Aringhi I- 277  5m 
und 
äll 
einem 
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