Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-899308
Verfall 
des 
römischen 
Reichs. 
evangelischen Erzählungen sind einige Wunder beson- 
ders beliebt: die Erweckung des Lazarus, die wunder- 
baren Speisungen des Volks, die Heilungen der blutllüs- 
sigen Frau, des Gichtbrüchigen, der sein Bett davon 
trägt, des Blinden. Von den Gleichnissen finden sich 
nur die klugen Jungfrauen mit ihren Lampen  Mehr 
historische Gegenstände sind dann das Gespräch mit der 
Samariterin, der Einzug Christi in Jerusalem, die Fuss- 
Waschung, Christus vor Pilatus, der seine Hände wäscht, 
Petri Verläugnung und Abführung zum Gefängnisse. Auch 
die Uebergabe der Schlüssel an Petrus ist nicht selten. 
Ausserdem ist Christus häufig in völlig symbolischer 
Auffassung oder doch ohne Bezeichnung eines festen 
historischen Moments dargestellt, gewöhnlich lehrend , 
von einigen Jüngern oder von den zwölf Aposteln umge- 
ben; entweder sitzend oder auf einem Berge stehend, 
aus welchem dann vier Quellen, Andeutungen der Para- 
diesesströme und der Evangelisten, hervortliessen. Bei 
weitem die beliebteste und häuligste Darstellung" Christi 
ist die als guter Hirt; sie kommt in vielfachen Verän- 
derungen vor, mit Liebhaberei und Zartheit behandelt. 
Gewöhnlich ist Christus hier jugendlich, im kurzen Hir- 
tenkleide, am häufigsten das wiedergefundene Schaf 
auf dem Nacken tragend, manchmal auch dasselbe lieb- 
kosend und aufnehmend; einige Male steht oder sitzt er 
bloss unter den Schafen mit dem Hirtenstabe oder der 
Flöte.  
Nahe verwandt damit ist die, für uns 
Blick sehr auffallende Darstellung Christi 
wo er dann wiederum im kurzen Kleide, 
auf den ersten 
als Orpheus, 
aber stets mit 
 Aringhi ll. S. 199. 
stßHen nicht ausser Zweifel. 
Indessen 
ist 
die 
Bedeutung 
dieser
        

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