Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-899232
Symbolik 
der 
alt- 
christlichen 
Kunst. 
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Zeichen des ewigen Lebens gebraucht zu sein  Der 
Phönix ein leicht verständliches Sinnbild der Auferstehung, 
kommt schon bei den Kirchenvätern, der Hahn als Er- 
innerung an christliche Wachsamkeit, oder mit Beziehung 
auf die V erläugnung Petri als Zeichen der Busse, in den 
Katakomben vor. Auch die bekannten Symbole der vier 
Evangelisten als Engel, Löwe, Stier und Adler sind 
schon in dieser Zeit entstanden. Der h. Hieronymus deu- 
tet sie, indem er sagt: Christus est homo nascendo, 
vitulus moriendo , leo resurgendo , aquila ascendendo, 
Christus ist Mensch von Geburt, sterbend ein Opferstier, 
Löwe in der Auferstehung, Adler in seiner Himmelfahrt. 
Häufig werden jedoch auch die vier Evangelisten, in Ver- 
bindung mit den vier Paradiesesströmen durch Wasser- 
quellen angedeutet, welche aus einem Hügel fliessen, auf 
dem Christus steht. Eines der häufigsten Symbole ist 
das Blatt, theils das Oelblatt als Friedenszeichcn, bald 
mit, bald ohne Taube, theils das der Palme, als Sieges- 
preis bei Märtyrern oder Verstorbenen, die  den Tod 
überwunden hatten. In der frühesten Zeist ist Wein- 
laub das beliebteste symbolische Ornament, ohne Zweifel 
in Erinnerung an die evangelischen Gleichnisse von der 
Rebe und der Kelterung. Nicht selten kommt es auch 
in Verbindung mit Genien, als eine Darstellung der Wein- 
lese vor, ganz so wie auf altern bacchischen Monumenten, 
so dass es scheint, dass die Väter der Kirche diese Er- 
innerung an die Mysterien des Heidenthums weniger ge- 
fährlich hielten im). Der Anker und die Leier, als 
 Aringhi II. 59. Sehr gross im Coem. S. Prisc. II. 285.317. 
Häufig auf einer Weltkugel stehend- 
 Auf dem Sarge aus S. Costanza im Vatiean, an den Ge- 
wölben dieser Kirche (die wenn auch ein Mausoleum doch das einer 
christlichen Fürstin war) an den Wände" der Kalakülllbe" (Afingbi
        

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