Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-899037
Christliche 
Basiliken. 
und 
des 
und 
Mosaiken, welche entweder an den Seitenwänden 
MittelschiHes über den Säulen angebracht wurden , 
also mit ihrer Fläche ebenso einfach wie diese selbst 
fortleiteten, oder den grossen Bogen, der aus dem Schiffe 
ins Sanctuarium führte (wie man ihn schon frühe nannte, 
den Triumphbogen), oder endlich die Concha im Hinter- 
grunde der Kirche reich schmückten, und mithin dem 
Auge des Beschauers das Ziel und den Endpunkt des 
perspectivischen Ganzen bezeichneten.  Von dem bild- 
lichen Styl dieser Mosaikgemälde werden wir weiterhin 
genauer sprechen müssen. Sie sind grossentheils aus 
dem sechsten und den spätem Jahrhunderten und tragen 
auch den Charakter jener Zeit. Aber theilweise rühren 
sie doch auch aus dem fünften oder selbst vierten her, 
so dass der Gedanke ihrer Behandlung schon dieser 
frühem Zeit angehört. Jedenfalls steht er in innigster 
Verbindung mit dem Formgedaxxkeix des Gebäudes und 
verstärkt den Eindruck desselben bedeutend. Namentlich 
gilt dies von den Mosaiken in der Coneha; meistens ko- 
lossale Gestalten, vereinzelt, ganz grade dem Besehauer 
exitgegengekehrt, schwebend oder doch leicht auf dem 
angedeuteten Fussboden stehend, auf blauem oder golde- 
nem Grunde, von ernstem Ausdruck, von einfacher, stren- 
ger Gewandbehandlung. Die imponirende Erscheinung 
dieser hohen Gestalten bemächtigt sich des Eintretenden 
und zwingt ihn gleichsam im ehrfurehtsvollen, leisen 
Schritte den Gang zu der hciligsten Stätte zurückzulegen, 
welche durch den Glanz des Goldgrundes oder durch die 
lichten Farben recht deutlich sich als das Ziel des Stre- 
giebt. So ist denn der Eindruck dieser 
wohlthätiger, ernst und doch nicht mit 
bens zu erkennen 
Gebäude ein sehr
        

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