Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-903471
Die 
Münsterkirche 
in 
Aachen. 
487 
lichen Unternehmungen die bedeutendste und anerkannteste 
gewesen zu sein, denn sein Vertrauter Eginhard nennt 
sie in der Lebensbeschreibung des Kaisers als Vorzüg- 
lichstes (inter praeeipua) zuerst und rühmt sie als von 
wunderbarer 
Arbeit. 
Die 
Gestalt 
dieser 
Kirche 3) 
nicht. 
ist 
die 
der Basili- 
ken, sondern sehliesst sich an die byzantinischen Bauten 
an. Sie besteht aus einem innern achteckigen, Qnit einer 
hohen Kuppel überwölbten Raume, umgeben von einem 
seehszehneekigen Umgange geringerer Höhe , aber in 
zwei Stockwerken , mit einem Eingange durch einen 
'l'hurmbau auf der westlichen und einer Doppelkapelle als 
Altarnische auf der östlichen Seite. Acht starke, zusam- 
mengesetzte Pfeiler, ohne Kapitäle, mit einem einfachen 
Kämpfergesilnse stützen im Innern den Mittelbau. Ueber 
den Bogen, welche diese Pfeiler verbinden, erheben sieh 
die, bedeutend höhern Areaden des zweiten Stoekwerks, 
von denen früher jede durch eine doppelte Säulenstellung 
von zwei Säulen in drei Abtheilungen getheilt war. Die 
untere dieser Säulenstellungen trug innerhalb jeder Areade 
ein Mauerstüek, mit einem Bogen in seiner Mittef auf 
welchem dann die beiden obern Säulen aufstanden, und 
mit einem einfachen, ziemlich unschönen , arehitrav- 
ähnlichen Mauerstüek an den Bogen der Areade an- 
stiessen. Ueber diesen Arcaden sah man die acht rund- 
bogigeil Fenster der Kuppel und endlich die Wölbung 
selbst, in welcher in Mosaik auf Goldgrund Christus 
unter den 24 Aeltesten der Apokalypse dargestellt war die). 
i") S. die vortreffliche Beschreibung nebst Zeichnungen in dem 
Aufsatz von Franz llrlertens, Wiener Bauzeitung 1840. 5.135. Nolten, 
Archäologische Beschreibung der Münsterkirche in Aachen. 1818. 
i") S. eine freilich schlechte Abbildung bei Cialnpini vet. mon. Il. 
Taf. 41 und daraus bei Aginc. Malerei Taf. 17. n. 12.
        

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