Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-903345
Zweites 
Kapitel. 
Erste Leistungen gcrlnaniscller Archi- 
tektur. Gothcn und Franken. 
Die 
architektonische 
Form 
entsteht. 
S0 
unwillkürlich 
und empfängt so leicht ein charakteristisches Gepräge, 
dass wir sie in der Regel bei jedem Volke, das nur die 
ersten Schritte auf dem Wege zur Gesittung gemacht 
hat, schon in ihrer Eigenthümlickeit aufzeigen können. 
I)ie Germanen machen eine Ausnahme; obgleich Sitte 
und Gesetz schon zur Zeit des 'l'aeitus, und noch mehr 
zur Zeit der Völkerwanderung ein einigermassen ent- 
wickeltes Volksleben zeigen, hatten sie in ihrer Heimath 
noch keine Form soweit ausgebildet, um sie auf römi- 
schen Boden zu verpllanzen oder auch nur in Deutsch- 
land selbst beizubehalten. Zum Theil mag ihre Religion 
und Lebensweise dazu beigetragen haben; ihre Götter 
verehrten sie in Wäldern und Bergen unter freiem lliin- 
meläi), Städte und prachtvolle Anlagen hatten sie nicht, 
i?) Grimm, deutsche Mythologie S. 50. macht es (weil vom 
Einreissen und Abbrennen heidnischer Tempel gesprochen wird) wahr- 
scheinlich, dass die damaligen Deutschen und Gallier wirkliche Ge- 
bäude zu gottesdienstlichen Zwecken hatten. Vielleicht mag (lies
        

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