Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-902545
39-1 
Die 
Araber 
in 
Spanien. 
zu entlehnen. Die volle Uebcrzeugung davon gewährt 
uns , neben den erwähnten Nachrichten über den Kunst- 
verkehr mit dem griechischen Kaiserhofe, ein noch er- 
haltenes Beispiel, das Sanctuarium der Moschee zu Cor- 
dova, das wenige Jahrzehnte nach der Gründung von 
Zahra vollendet wurde. Hier finden wir nämlich in der 
Art und in der Ausführung der Decoration entschieden 
byzantinische Formen. Basament und Fries dieser Kapelle 
sind in weissem Marmor, mit Rankengeilechten, welche 
ihren Ursprung aus den Ornamenten römischer Friese 
vcrrathen, mit Kragsteinen des korinthischen Styls, mit 
Palmctten und Eierstäben, an welche sich kubische In- 
schriftcn anschliessexi "Ü. Daneben sind die Gewölbe und 
Wände mit Mosaiken auf Goldgrund, in den einfachen 
Farben und mit derselben Zeichnung bekleidet, wie wir 
sie schon in den byzantinischen Kirchen von Ravenna 
gesehen haben. Auch erzählt ein arabischer Schriftsteller 
(Edrisi) ausdrücklich, dass griechische Arbeiter an diesen 
Mosaiken beschäftigt warenw). Indessen ging dieses 
Anschliessen an den byzantinischen Styl nicht so weit, 
dass man die eigenthümlicherl und bizarren Formen, die 
man bisher gewonnen hatte, namentlich den Hufeisen- 
bogen, aufgab, und bald bewegte sich die arabische 
Phantasie in ihrer eigenthümlichen durch diese griechischen 
Elemente begünstigten Richtung freier und sicherer. 
Es ist uns nicht vergönnt die Schritte dieses Ent- 
wickelungsganges im Einzelnen zu verfolgen. Von den 
meisten Bauten, Welche unter Almanzoris vcrmunilschaft- 
licher Regierung entstanden, von zwei Moscheen in.'l'o- 
ledo, welche ein nalnnhaftcr arabischerArchitekt gründete, 
Giral 
Derselbe
        

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