Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-902519
Der 
Palast 
Zahra. 
V O ll 
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noch nicht wahrzunehmen, und ohne Zweifel waren die 
minder bedeutenden Gebäude dieser Epoche noch einfacher. 
Man findet in manchen Gegenden von Spanien und auf 
den benachbarten Inseln mehrere mit ähnlichen Formen, 
namentlich mit der Verbindung der antiken Säule und des 
korinthischcn Kapitäls mit dem Hufeisenbogeil, welche 
man daher dieseryFrühzeit zuschreiben kanniii). 
Bald darauf urandte sich die unruhige 'l'hätigkeit der 
Araber zu Eroberungen andrer Art; die Neigung auf An- 
eignung der Kenntnisse und geistigen Vorzüge der römi- 
schen Vorzeit und Gegenwart, machte sich wie im Orient 
unter den Abbassiden auch bei den spanischen Arabern 
geltend. Die mächtigen Kalifen des westlichen Reiches 
traten nun ebenfalls mit den christlichen Beherrscllern von 
Byzanz in Verbindung. Schon im Jahre S22, dann wieder 
im Jahre 850 sah Cordova glänzende Gesandtschafteu der 
oströmischen Kaiser, welche reiche Geschenke, Werke 
der Kunstfertigkeit jener Gegenden mit sich brachten. 
Es konnte nicht fehlen, dass die empfänglichen Mauren 
bald diesen Luxus des byzantinischen Hofes sich anzueig- 
nen strebten. Unter der Regierung Abdelrahmarfs III. 
(912-961) erreichte der Glanz von Cordova die höchste 
Stufe; er, der den Titel des Beherrschers der Gläubigen 
annahm, den seine Vorfahren den alteirKalifen des Orients 
gegönnt hatten, wollte auch in dem Glanze seiner Paläste 
und in der Ausstattung seiner Moscheen den mächtigsten 
Fürsten nicht nachstellen. Mehrere Städte seines Reichs 
erhielten Verschönerungen, aber die höchste Pracht behielt 
ß) So in den Bädern von Granada, Palmu in Mayorca, Cordovza, 
Valcucia, Barcelona und an einenn Thore zu Toledo. Die Bäder von 
Girona scheinen dagegen nicht, wie man angenommen hat, nmuriscluen 
Ursprungs. Girault Essai, S. 58. (T.
        

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