Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-902445
384- 
Die 
Araber 
in 
Spanien. 
sind , eine 
schichte. 
genügende 
Auskunft 
über 
seine 
bauliche 
Das 
Gebäude 
Abderahmans 
schliesst 
sich 
in 
Seinem 
Plane an die herkömmlichen Abtheilungen der Moschee 
an, indem die grosse Umfangsmauer auch einen Vorhof 
einfasst, der von drei Seiten von Säulenhallen umgeben 
ist und auf der vierten in'das bedeckte Heiligthum führt. 
Die Anordnung dieses letzten ist indessen sehr eigen- 
thümlich und scheint nicht ohne eine Erinnerung an christ- 
liche Basiliken entstanden. Es wird nämlich in der Rich- 
tung Von Norden nach Süden durch zehn Säulenreihen 
in elf Schiffe getheiltg) , von denen das mittlere breiter 
ist und so die Linie andeutete, welche zu der Halle des 
Gebetes führte, und in 
sowohl des Vorhofes als 
welcher auch das Hauptportal 
der Moschee selbst lagen. Die 
Erweiterung Almanzors liess diesen ältern Bau unver- 
ändert, indem sie nur auf der östlichen Seite acht neue 
Schiffe, und einen entsprechenden Theil des Vorhofes 
hinzufügte, und dadurch freilich die Symmetrie des iunern 
Raums zu beiden Seiten des Haupt-Schiffes zerstörte, 
übrigens 
aber 
sich 
ganz 
dem 
Style 
des 
ursprünglichen 
 Kugler Handb. S. 403 nimmt ursprünglich nur sieben Säulen- 
schitfe an, welchen die vier andern in der nächsten Zeit bis gegen 
die Mitte des 9. Jahrhunderts, die letzten acht Schiffe im Anfange 
des 11. Jahrh. hinzugefügt seien. Die historische Notiz, auf welche 
sich diese mit dem Plane schwer zu vereinigendo Annahme stützt, 
ist mir unbekannt. Eher ist es denkbar, dass der Bau Abderahmans 
nicht die volle Tiefe hatte, sondern nur bis zu der Kanzel des Imam 
ging, wie dies die Pfeilerreihe, welche hier durchläuft, anzudeuten 
scheint, so dass dann ursprünglich nur 19 Querschitfe statt der spätem 
33 vorhanden gewesen wären. S. den Grundriss bei A. de Laborde. 
Die Inschrift, welche in dem Werke von de Laborde nach einer 
spanischen Quelle beigebracht ist, scheint darauf hinzudeuten, dass 
nicht bloss das Sanctuar, sondern dieser ganze Theil der Moschee von 
dem Kalifen I-lakem herriihrte.
        

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