Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-902251
Früheste 
Bauten. 
365 
selbst f). Diese noch immer sehr einfache Moschee bie- 
steht aus einem vielseitigen Portikus, mit grader Decke, 
welche von Pfeilern und Bogen getragen wird; die Haupt- 
seite hat die Tiefe von fünf, jede der drei andern die von 
drei Pfeilerreihen. Die Pfeiler sind viereckig, haben aber 
an jeder Ecke eine Halbsäule ohne Basis mit ziemlich 
plumpen Kapitälen, theils in ausgebauchtei- Form, theils 
bloss cyliildrisch, nur durch einen Rundstab und durch 
eine flache Verzierung angedeutet; die Bogen haben wie- 
derum die Form eines einfachen Spitzbogens. Das Ganze 
gleicht, abgesehen von dem Mangel der Kreuzgewölbe, 
so ziemlich dem Kreuzgange eines christlichen Klosters. 
Diese in Kairo nicht ungewöhnliche Gliederung der Pfei- 
lerm) entstand wohl durch die Verbindung der antiken 
Säule, welche die Araber an den römischen und byzan- 
tinischen Bauten fanden, mit dem ihnen wohlbekannten 
Pfeiler; sie zeigt, dass sie sich hier an einen andern 
Styl anschlossen als in Persien. 
In den spätern Moscheen, wie in den Privatgebäuden, 
wechseln diese Formen, Säulen und Pfeiler, spitze und 
runde Bogen, ohne dass die eine derselben die Oberhand 
gewann. Oft linden sich auch auf den runden Säulen- 
stämmen grade Balken, wenn auch nicht unmittelbar auf- 
liegend, sondern auf einem würfelförmigen oder höhern 
4) Nach Wvilkinsonx bei v. Hammer in den Wien. Jahrb. Bd. 81. 
8.70. weiset die kufische Inschrift von Ibn Tulun auf das Jahr 879 
n. Chr. Geb. (26ä d.  Die des Nilmessers, eines brunneuartigen 
Baues führt auf d. J. S21. Däscr. de PEg. XV. p. 393 und Kugler 
Handb. S. 407. 
 Girault de Prangey a.a. O. 5.85. S. übrigens Zeichnungen 
der Moschee in der Descr. de PEg. Etat moderne pl. 29-31, und 
historische Nachrichten über dieselbe tome XVIII. p. 307. tT. Einer 
Sage zufolge soll ein christlicher Baumeister daran beschäftigt ge- 
wesen sein.
        

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