Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-902182
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Muhanledaner 
in 
Indien. 
glänzenden Pfauenthrone, die grosse Moschee (ebenfalls 
Yamuna-Musjid genannt), vierzig andere Gotteshäuser, 
Gärten, Pavillons, Bäder, öffentliche Axllagen und Paläste 
der Grossen machten auch diese Stadt bald zu einem 
Gegenstande der Bewunderung. Im Wesentlichen blieb 
der Styl derselbe wie unter den frühem Regenten "Ü. 
Von den Details dieser Bauten sind wir noch nicht 
durch ausreichende Zeichnungen unterrichtet , indessen 
ergeben nicht bloss die Versicherungen der Augenzeugen, 
sondern auch die Ansichten, dass sie im Ganzen in einem 
sehr reinen und edeln Style ausgeführt sind. Von den Bau- 
ten in Bejapur unterscheiden sie sich hauptsächlich durch 
einen eleganteren, Weniger kräftigen Charakter. Die star- 
ken, weit ausladenden Gesimse, die wir an diesen bemerk- 
ten, die kriegerischen, Bastionen gleichenden, achteckigen 
oder runden Eckthürme verschwinden allmälig, die WVände 
erheben sich höher und einfacher. Aber immerhin bleiben 
die Formen würdig und klar, die grossen Linien der Ar- 
chitektur bestimmt und ungebrochen, die Eintheilungen 
ernst und von entschiedener Symmetrie. Zur feststehenden 
Form wird die grosse, fast bis zur Höhe der Wand ge- 
öifnete, von dem breiten Kielbogen bedeckte 'l'horöfi'nung 
in der Mitte der Wand, neben welcher dann auf beiden 
Seiten die Mauern durch senkrechte Wandstreifen ge- 
brochen, durch horizontale Linien getheilt, und durch 
Fenster oder Bogen belebt sind. 
Abgesehen von den eigenthümliehen Formen der Kup 
peln und dem überall durchgeführten Kielbogen haben diese 
Bauten eine gewisse Verwandtschaft mit dem modern euro- 
päischen Style, nicht sowohl in einzelnen Formen, als in 
der geistigen Richtung, welche bei uns die Verbindung 
Daniells I. 
Hitler VI.
        

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