Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-902168
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Muhamedanor 
in 
Indien. 
Aufwand , 
der 
mit 
der 
Ilinfzilligkeit 
menschlicher 
Grösse 
contrastirt. 
Etwas abweichend von dieser vorherrschenden Ge- 
stalt ist das Monument Kaiser Akbar des Grossen 
(fl- 1605) zu Secundra bei Agraili). Es besteht aus einem 
grossen Pyramidalbau von vier Stockwerken, jedes auf 
allen vier Seiten ganz gleich mit offenen Hallen von Pfei- 
lern und Kielbogen ausgestattet, und an der Ecke mit 
einem achteckigen Thürmchen geschlossen. Treppen füh- 
ren zu der Plattform jedes Stockwerks hinauf, die mit 
einer Balustrade geschlossen und über dem Eckthurm 
einen oifenen, mit einer kleinen Kuppel gekrönten Pavillon 
hat. In der Mitte jedes Stockwerks und jeder Seite 
desselben führen lange Gange zu der in ihrem Durch- 
schnittspunkte gelegenen Grabkammer, in welcher sich 
ein Sarg befindet. Nur der im untern Stockwerke enthält 
die Leiche des Fürsten, aber auch auf der Plattform des 
obersten Stockwerks steht keine grosse Kuppel, sondern 
nur ein unbedeckter Sarg. Das Gebäude liegt wieder im 
Innern eines Gartens, der von einem grossen Mauerwall 
umgeben ist, welcher wie das Hauptgebäude mit offnen 
Hallen, Eekthürmen und hohen weit geöffneten Portalen 
geschmückt ist. In rothem Granit gebaut, mit weissem 
Marmor ausgelegt und mit seinen langen Bogenhallen 
macht das Gebäude einen sehr eigenthümlichen Eindruck. 
Da diese Fürsten ihr Grabmonument schon bei ihrem Le- 
ben zu errichten liebten, so ist die ungewöhnliche Form 
wahrscheinlich ein eigner Gedanke Akhars ; die Mehrzahl 
der senkrecht übereinander aufsteigenden Grabkammern 
Öl) Danniclls 1.9. Elliolll. 55. ßitterVLllßi. Drei englische Re- 
gimenter mit Bagage und Artillerie fanden in diesem Grabmale ge- 
räumige Winterquartiere.
        

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