Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-901997
Früheste 
Bauten. 
339 
jetzt besteht die Moschee aus dem alten dreischifiigen 
Kirchengebäudem), an dessen Faeade sich aber nun ein 
mit rothen Granitsäulen umgebener Vorhof anschliesst, 
und über dessen Mitte sich die von Walid erbaute Kup- 
pel erhebt", im Orient wegen ihres kühnen Aufschwungs 
der Adler benannt. Sechshundert Lampen erleuchten sie 
bei der nächtlichen Stunde des Gebets und an den Wän- 
den glänzt die Sura der Entscheidung in goldner Schrift 
auf lazurblauem Grunde. Der heiligste Ort ist eine kleine 
Kapelle an der östlichen Wand, Welche als die Grabstätte 
des Hauptes des Täufers, der einer der vom Koran an- 
erkannten Propheten ist, verehrt wird. Von der Tribune 
herab, welche als die schönste des Islams gilt, wieder- 
holen täglich -fünfundsiebenzig Priester die Worte des 
Gebets. Drei Minarete, wahrscheinlich die ersten Bauten 
dieser Art, zieren die Moschee, der eine der des Herrn 
Jesus genannt, weil die Sage will, dass Jesus am jüngsten 
Tage vom Himmel auf diese Spitze herabsteigen wird. 
Die Heiligkeit des Orts erhebt diese Moschee zur vierten 
im Range nach dem Heiligthum der Kaaba, nach dem der 
Palme (zu Medina) und dem der Olive (zu Jerusalem). 
Auch diese Moschee zu Jerusalem ist eine der 
ältesten; in ihren Haupttheilen besteht sie noch jetzt so, 
wie der Kalif Omar bald nach der Einnahme der heiligen 
Stadt (637) sie auf der Stelle des Salomonischen Tempels 
errichtete  An ihr sehen wir ganz das Schwankende 
S. 117. 134. Die Christen wollten auch gegen Entschädigung aus 
ihrem alten Heiligthume nicht weichen und mussten mit Gewalt ver- 
trieben werden. 
 v. Hammer (aus arabischen Quellen), Wien. Jnhrb. Band '74. 
S. 96. Schubert (Reise III. 298) bemerkte sogar antike Ueberreste 
und römische Inschriftelz an dem Gebäude. 
Khnloun, 
69). 
H") Es ist ein arabischer Geschichtschreiber, Ibn 
diese Thatsache erzählt. (Bävue de PArch. 1840. p. 
der 
22x-
        

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