Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-901951
Zweites 
Kapitel. 
Die Muhamedaner 
Indien. 
Persien und 
in 
Das erste grosse Reich, über welches sich der Feuer- 
strom der muhamedanischen Begeisterung ergoss, war 
Persien; hier lernten die Araber zuerst die Reize eines 
üppigen Lebens kennen und der Eindruck, den sie von 
einem Volke zwar andern Stammes, aber nicht unähnlicher 
Gesinnung erhielten, war entscheidend für die Richtung 
ihrer fernern Ausbildung. Wir sahen oben, wie sich unter 
den sassanidischen Fürsten hier ein kecker ritterlicher 
Geist entwickelt hatte, ein Geist der Abenteuer und Wun- 
der, des Kampfes und der Zärtlichkeit, weit abweichend 
von der trocken verständigen, engherzigen Richtung der 
byzantinischen Welt. Es war sehr wichtig, dass die 
Araber die erste Schule der Civilisation auf diesem Boden 
machten. Die Schlacht von Kadesia (636) entschied über 
das Schicksal des letzten Sassanidenfürsten und schnell 
verbreiteten sich die leicht beweglichen Schaaren über 
das weite Reich. Noch waren sie in der ersten Strenge 
einer begeisterten Religiosität und einfacher beduinischer
        

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