Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-901817
Erstes 
Kapitel. 
Charakter und Kunstrichtung der Araber. 
Die Araber gehören einem Völkerstamme an, den 
wir schon kennen gelernt haben, dem aramäischen, vor- 
der-asiatischen, dessen Eigenthiimlichkeiten sich bei Juden 
und Phöniciern am schärfsten aussprachen, zu dem die 
Perser den Uebergang bildeten. Es sind dies die Völker, 
bei denen sinnliches und geistiges Lebend sich wie durch 
eine scharfe Kluft trennen, wo dann die Phantasie 
statt die Sinnlichkeit zu gestalten und zu veredeln, sich 
des geistigen Lebens bemächtigt. Sie ist daher hier die 
vorherrschende Kraft, sie verbirgt und verliert sich nicht 
in der Natur, weder Wie bei den Indern im schwelgeri- 
sehen Vollgenusse , noch wie bei den Griechen als das 
schöne lllaass ruhiger Gestaltung, sondern mit der Schnell- 
kraft des Geistes beflügelt, schwingt sie sich über die 
sinnliche Form hinaus, und betrachtet die Erscheinung 
bald als das Nichtige und Bedeutungslose, bald als er- 
habenes Wunder oder als traumartiges Mährchen. Für 
die bildenden Künste sind diese Völker weniger geschaf- 
fen, das ruhige Bild ist dieser Wunder nicht fähig, und 
in. 21
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.