Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-901338
Spätere 
Bauten. 
273 
Das 
elfte 
Jahrhundert 
scheint 
die 
Blüthezeit 
Architektur gewesen zu sein. 
sich in Armenien selbst neben 
Vom zwölften an erhoben 
den Bauten einheimischen 
Styls die schlanken Minarehs und die flachen Kuppeln 
der türkischen und tartarischen Eroberer, zum Theil an 
Monumenten von grosser Schönheit, wie das Mausoleum 
des Khans zu Nakhtschevan und die Minarehs von Cha- 
mekor 
und 
Minara 
Zwar 
bewährte 
der 
einheimische 
Styl seine nationale Bedeutung, aber es konnte nicht feh- 
len, dass mehr und mehr arabische Elemente sich ein- 
mischten. In Georgien schloss man sich bei der schär- 
fern 'l'rennung von" Armenien in den Grundformen wieder 
mehr dem byzantinischen Style an , behieltv indessen die 
Ornamentik des armenischen bei. S0 ist die Kirche des 
reichen 
und 
berühmten 
Klosters 
Ghclathi 
in 
Imereth 
(1089-1126) im Grundplane nach dem Vorbilde von Pit- 
zounda mit drei halbrunmdexl Chemischen gebaut, während 
die Details denen von Kutais nachgeahmt sind. Auch die 
andern bedeutendem Bauten des Landes schliessen sich 
mehr oder weniger an armenische Vorbilder an im), und 
f) Dubois Atlas III. tab. 22, 28 und 29. 
H) Die Klosterkirche von IHai-tvili, (Dubois, 111. 41.) im Grund- 
plane eine Kopie der zu Sion, die Kirche von Nikortsminda (II. 383), 
ein Kuppelbau von sehr eigenthiimlicher Stru-ctur, und die von Katzkhi 
(III. 161), ein kreisförmiger Kuppelbau, haben sämmtlich bei abwei- 
chendem Grundrisse die Ornamentation von Kutais. Die Kirche zu 
Mzketha. in Karthli, (IV. 230, 178 F. lang, '78 F. breit, 111 F. hoch. 
anscheinend die grösseste von Georgien und Armenien) nach der 
Zerstörung durch die Tartaren auf alten Fundamenten im 15. Jahr- 
hundert wieder erbaut, zeigt noch immer die vertieften Nischen auf 
der Ostseite, das Kloster Saphar aus derselben Zeit ist ganz im Style 
von Ghelati erbaut und decorirt. Vgl. Atlas III. pi. 4. und II. p]. 6. 
Saphar. II. 292. Ananour v. J. 1634 IV. 247 und Atlas I1. pi. 30. Au 
der Kirche von Ghelathi (II. 176.) sind die eisernen Pforten mit einer 
kufischen Inschrift aus dem 11. Jahrh. als ein lBeweis der Hinneigilng 
zur arabischen Kunst merkwürdig. 
III. [S
        

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