Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-901306
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Armenische 
Architektur. 
byzantinische Erinnerungen; 
Wände mit Arcaden und mit 
dagegen sind die äussern 
der reichsten Ornamentatioxl 
des armenischen Styls ausgestattet k). Vier Inschriften, 
welche sich an dieser Kirche finden, geben genaue Da- 
ten. Im Jahre 1003 n. Chr. wurde der Bau begonnen, im 
Jahre 1009 noch fortgesetzt. 
Fast gleichzeitig blühete, unter Herrschern aus einer 
andern Linie der Bagratiden, die Hauptstadt von Armenien 
selbst, Ani. Erst 961 zur Residenz erhoben, wurde sie 
schon im Jahre 1045 von den Türken erobert; in dieser 
kurzen Zwischenzeit werden die meisten der höchst be- 
deutenden Bauten entstanden sein, deren Ueberreste unsere 
Reisenden auf dem Verödeten Boden mit Bewunderung, 
aber früher nur flüchtig unter ungünstigen Umständen 
betrachten konnten  bis es einem derselben (Texier) 
endlich gelang, auch genauere Zeichnungen nehmen zu 
können. Durch ihn lernen wir die Kathedrale kennen. 
Sie ist zufolge einer der vielen Inschriften, welche sich 
daran vorfinden , im Jahre 1010 gegründet; auch zeigt 
sie den armenischen Styl auf derselben Entwickelungs- 
stufe, wie in Kutais, aber reiner angewendet. Sie hat, 
Irrthume beruhen kann, da bei der Höhe dieses Theils die Kraft der 
Stütze nicht ausreichen würde. 
i") An der Hauptfaeade sind drei Thiiren, von denen die mittlere 
einen entschiedenen Spitzbogen zeigt. Man könnte sie für eine mit 
der Vorhalle hinzugefügte spätere Aenderung halten, indessen ver- 
sichert Duhois (p. 415. note 2.) dass der Steinverband dies nicht an- 
nehmen lasse. 
H) Ker Porter 1817, W. Hamilton 1836. Dubois war es noch 
nicht gestattet nach Ani zu; gehen. Texierls Beschreibung der Kathe- 
drale mit Abbildungen in der Revue de PArch. 1842 p. 2G und 97 ff. 
zu finden. Vgl. auch Ritter a. a. O. S. 439 ff. Von den übrigen Ge- 
bäuden von Ani (unter denen sich eine kleinere, der Kathedrale ganz 
ähnliche Kirche belindet) wird Texier's grosses Werk nähere Ans- 
kunft geben.
        

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