Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-901277
Details 
und 
Ornamente. 
267 
stäudigst durchgeführt?) Indessen ist der ganze Bau noch 
schmucklos , an den Nischen finden sich keine Halbsäulen, 
an den Wänden keine Arcaden. 
Die Entstehungszeit dieses Gebäudes ist uns zwar 
unbekannt, indessen können wir aus der sehr ähnlichen, 
aber noch mehr an byzantinische Formen sich anschliessen- 
den Gestalt der kleinen Kirche im Dorfe Arkhuri M) 
am Ararat sehliessen, dass sie nicht weit von derselben 
entfernt sei. Diese Kirche enthält aber eine datirte In- 
schrift vom Jahre 955. Nicht viel später, wahrscheinlich 
noch im 10. Jahrhundert, mag dann die Kirche der h. 
Ripsime erbaut sein , indem wir in andern armenischen 
Bauten, welche zum Theil datirt und nicht viel jünger 
sind, dasselbe System schon in weiterer Ausbildung walu- 
nehmen. Hier ist zuerst die kleine, zierliche Kirche von 
Kharniai") zu erwähnen, welche auf allen vier Seiten den 
Schmuck von zwei Niseben-Vertiefungen hat, die aber 
nicht, wie dort, mit einfachen Mauerecken, sondern mit 
schlanken Halbsäulen eingerahmt, mit einer muschelför- 
migen Wölbung bedeckt und durch einen Bogen verbun- 
den sind. Ohne Zweifel ging man nun sogleich in reicher 
i) Dubois III. 379 und AtlasIII. pl. S. Die Kuppel ist elliptisch, 
mit grösserer Ausdehnung von Norden nach Süden, als von Osten 
nach Westen, um die Kirche zu vergrössern, oder um die Chornische 
und den westlichen Zugang bedeutender erscheinen zu lassen. Viel- 
leicht zeigt es auch an, dass das System noch neu war, und man 
Versuche machte. Duboisls Folgerung, dass der Bau aus Constantini- 
scher Zeit herriihre, ist völlig unbegründet. Vgl. oben S. 147. 
w) Dubois III. p. 466 und Atlas III. pl. 7. Die drei Chemischen 
des byzantischen Styls sind hier in eine Linie gelegt, welche recht- 
winklich an die Seitenwände anschliesst, die dreieckigen Mauernischen 
bilden Wauldpfeiler, welche mit zwei entsprechenden freistehenden 
Pfeilern die Kuppel tragen.  
iiw) Dubois III. 390 und Atlas III. pl. S.
        

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