Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-901162
2-56 
Die 
Kunst 
in 
Georgien 
und 
Armenien. 
neluren , der Fries des Gebälkes ist gerundet, die Form 
der Kapitäle so, wie wir sie auch in spätrömischen Bau- 
ten in Europa finden. Nach der Tradition soll 'l'iridat 
hier einen prachtvollen Palast gebaut haben; wahrschein- 
licher war aber dieses Gebäude ein Tempel, vor der 
Bekehrung des Königs irgend einer einheimischen Gott- 
heit erbaut. 
Weitere 
Nachrichten 
über 
die 
Baukunst 
dieser Zeit 
in Armenien haben wir nicht a). Die chronologische Reihe 
führt uns zunächst nach Abkhasien und zwar nach der 
Kirche von Pitzounda, an der Küste des schwarzen 
Meeres, der 'l'radition nach von Justinian gestiftet. Ge- 
wiss gehört sie im Wesentlichen _der byzantinischen 
Kunst an. Im Grundrisse bildet sie ein Quadrat, an wel- 
chem auf der Ostseite die grosse halbrunde Concha des 
Chors zwischen zwei kleinern Nischen, in Norden und 
Süden niedrige Vorhallen für Seiteneingänge, in Westen 
ein Narthex von der Breite des Schiffs vertritt. In der 
äussern Erscheinung stellt sich die Kuppel als der Haupt- 
theil dar, welche von den vier gleichen Armen des Krew 
zes umgeben ist, die durch ihre Höhe sich über die Ne- 
bentheile des Gebäudes erheben. In der Vorhalle steigt 
man auf einer Treppe in eine Tribune, welche sich neben 
dem hohen Mittelsehiffe über zwei Pfeiler auf jeder Seite 
bis zu der Kuppel erstreckt. Die letzten dieser Pfeiler 
bilden dann den mit vertretenden Mauern des Chores ein 
4) Vielleicht gehören in diese Zeit einige der Grotten von 
Uplnstsikhe in Imerelh. Man findet hier eine in den Felsen gehauene 
Stadt, mit mehrern reich ausgearbeiteten Grotten, von denen einige 
die Form römischer Bedachungen, mit Gesinlsen, Balken und Cas- 
setten, andre die von Tonnengewülben haben. Nicht unwahrschein- 
lieh bildeten sie einen Palast zum Somnreraufenthalt der Fürsten, nach 
raersischerSitte. Dubois III. 190. Ueber Kharni III. 383. Atlas IIL3L32.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.