Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-901134
Kurze 
Periode 
der 
Blüthe. 
253 
Griechen feindlich gegenüber; selbst die Versuche einer 
Vereinigung mit dem römischen Stuhle haben nur bei 
einem Theile des Volks Eingang gefunden und eine Spal- 
tung (in unirte und nicht unirte Armenier) hervorgebracht. 
Georgien und Abkhasien, von Constantiiropel aus 
bekehrt und auch in weltlicher Beziehung von den byzan- 
tinischen Herrschern abhängig, folgten der armenischen 
Kirche nicht, sondern unterwarfen sich ohne Weiteres 
den Entscheidungen der griechischen Concilien. Ihre Be- 
Ziehungen zu Byzanz Wurden noch enger, als Justinians 
Feldherrn auch auf diesem Boden mit den Persern zu 
kämpfen hatten und die Überhand behielten. Nicht gar 
lange nachher drangen die Araber auch in diese Gegen- 
den vor, und es begann nun eine Reihe von Jahrhunder- 
ten blutiger Kriege mit den muhamedanischen Macht- 
habern. Aber religiöser Eifer belebte das schwache und 
an Dienstbarkeit gewöhnte Volk, und mitten unter diesen 
Streitigkeiten erhob sich in Georgien ein kräftiges Für- 
stengeschlecht, das Haus der Bagratiden, zweifelhaften, 
vielleicht jüdischen Ursprungs, welches vom achteneJahr- 
hundert an diese Länder beherrschte, sich auch über 
Abkhasien und Armenien ausbreitete und sich in mehrere 
Linien, mit bald vereinigtem, bald getrenntem Besitze 
theilte. Die Blüthe seiner Macht erreichte es in allen 
diesen Gegenden im ll. Jahrhundert, WO die Könige von 
Georgien auch über Abkhasien herrschten und in Arme- 
nien eine einheimische Linie regierte. Schon früher eine 
Beute der Araber geworden erlebte dieses letzte Land 
nur eine kurze, glückliche Zeit der Selbstständigkeit (859 
bis 1045), in welche denn auch der Aufschwung seiner 
Kunst fällt. Dann unterlag es der Uebermacllt der Scld- 
schukischen Türken. Ein grosser 'l'heil des Volks zer-
        

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