Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-901047
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Die 
Perser 
unter 
d e n 
Sassaniden. 
Bedeutender sind die plastischen Denkmäler der 
Sassaniden, die sich an mehrern Stellen ihres Reiches 
vorgefunden haben, meistens, wie die VVerke ihrer achä- 
menidischen Vorfahren welche wir früher kennen gelernt 
haben, Reliefs an der Felswand eingemeisselt. Bei Per- 
sepolis selbst, in der Nähe der Gerabmäler der ältern 
Könige sind solche Reliefs erhalten, dann aber auch an 
andern Stellen, die besten und umfangreichsten unter den 
Trümmern der Königsstadt Schahpur und bei Kerman- 
schah  Die Gegenstände dieser Bildwerke sind, wie 
bei den altpersisehen Denkmälern, stets oflicieller Art, 
Verherrlichung des Fürsten, Vorführung von Gesandten 
und Gefangenen, Friedenssehlüsse, und besonders auch 
Jagden, Welche wahrscheinlich einen Hauptbestandtheil 
grosser Hoffeste ausmachten. Die Könige sind dabei 
gewöhnlich zu Pferde dargestellt, in etwas grösserer Di- 
mension , meistens in ihrer eigenthümlichen nationalen 
Tracht mit Weiter, am Gürtel unterbundener Jacke und 
langen Beinkleidernwf). Das Haupt ist mit der offenen 
Krone geschmückt, über Welcher zuweilen das lockige 
llaupthaai- hervorsteht, meistens aber eine hohe kugel- 
artige Tiara sich erhebt. Breite Bänder flattern von der 
Krone herabhängend in der Luft und scheinen zum Theil 
am Kleide befestigt, während zu beiden Seiten des Kopfes 
Nachricht bestätigt, so würden wir hier vielleicht das Vorbild der 
weiter unten zu erwähnenden grossartigen Bauten der Patanen und 
Hogliuln in Indien anzunehmen haben. 
i") S. Bitter, über die Sculptnren von Schahpur VIII. S27, 
über die bei Kermanschah (auf der Stelle Tak-i-Bostan d. i. der Berg 
der Gärten) IX. 368, bei Darabghertl, IIolwan, Tamar VIII. 763. 
IX. 352. 473. 959. 
H) Bei Kermanschah ist ein Reiter im Kettenharyiisch, auf ge- 
pauzerleixi Bosse dargestellt a. a. O. IX. 380. Hier finden sich auch 
die weiblichen Genien, (leren Weiler unten gedacht wird. _
        

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