Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-900798
Allegorien. 
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fasste Sammlungen der Martergeschichtexl, Menologieln, 
in welchen man die Heiligen von wilden Thieren zerris- 
sen, auf dem Roste verbrannt, unter dem Schwerte des 
Henkel-s abbildete. 
Neben diesen neuen Gegenständen, bei denen man 
auf die härteste Wirklichkeit einging, erhielt sich aber 
noch ein Ueberrest der antiken Richtung auf das Heitere 
und auf die Personification von natürlichen Dingen und 
geistigen Eigenschaften. An den Bildwerken der Kata- 
komben konnte bei der vorherrschenden Symbolik die 
Beibehaltung der Flussgötter und ähnlicher Gestalten nicht 
befremden. Auch in den musivischen Bildern wird der 
Jordan 
fortwährend 
als 
ruhender Greis 
mit 
der Urne dar- 
gestellt. Man gebrauchte aber auch die Personilication 
nicht bloss bei solchen Naturgegenständen, sondern be- 
diente sich ihrer auch häuiig zur Versinnlichung morali- 
scher Eigenschaften. In einem Manuscript des Dioscoridcs 
aus dem 6. Jahrhundertii) ist die Prinzessin, für welche 
das Buch bestimmt war, zwischen den durch Inschriften 
bezeichneten Gestalten der Seelengrösse und der Klug- 
heit dargestellt, während die Dankbarkeit zu ihren 
Füssen liegt, und die Genien der bildenden Künste sie 
umgeben. Wie üblich aber auch noch später solche Per- 
sonilicationen waren, zeigt ein Psalterium aus dem" 10. 
Jahrhundertiiii), in welchem davon der ausgedehnteste 
Gebrauch gemacht ist. Da singt David bei seiner Heerde 
in Begleitung der Melodeia, während im Hintergründe 
das Waldgebirge von Bethlehem als braune männli- 
che Gestalt mit dem grünen Zweige in der Hand ru- 
Bibl. 
der Kaiserl. 
Agiuc. 
X-Vien. 
H) In der Bibl. zu Paris, 
XVaagen a. a. O. S. 217 ff. 
die 
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Beschreibung 
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