Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-900425
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Erste 
Periode 
der 
byz. 
Plastik 
Malerei. 
Zeichen der Evangelisten apokalyptisch abgebildet, wäh- 
rend im Innern des Gewölbes die ehrwürdige Gestalt des 
lehrenden Erlösers zwischen mehrern Heiligen , Petrus 
und Paulus, Cosmas und Damianus, dem heiligen Theo- 
dor und endlich dem damals noch lebenden Stifter Papst 
Felix IV. (526-530) in ganzer Gestalt erscheint  Von 
den Kirchen von Ravenna, die nach 'l'heoderichs Tode (5326) 
erbaut Wurden, hatte die grössere Marienkirche ein, noch 
in späterer Zeit höchst gepriesenes Bild der Jungfrau, 
die Kirche S. Michele in Affricisco den triumphirendeil 
Erlöser von den Heerschaaren der Engel umgeben. Auch 
in S. Vitale (534-547) bestehen die erhaltenen Mosai- 
ken aus Hergängen des alten Testaments, aus den Evan- 
gelisten in ganzer Figur und endlich aus der Scene der 
Einweihung dieser Kirche selbst M). Von den Mosaiken 
endlich in der Sophienkirche zu Constantinopel hat der 
Bilderhass der Türken das Meiste zerstört; nach den An- 
gaben des Paul Silentiarius kam der Heiland zwischen 
den englischen Heerschaareil mehrere Male vor, dabei 
schmückten aber auch Füllhörner mit Früchten, Laubge- 
winde mit Vögeln die Wände. Noch jetzt erkennt man 
kolossale Seraphimiiguren an den Stützen der Kuppel, 
in der Concha die Jungfrau mit Engeln, an einer andern 
Stelle die h. Veronica mit dem Schweisstuehe. "Wir se- 
hen daher, dass 
und Ungewissen 
überall an die Stelle des symbolischen 
das Persönliche und Historische getreten 
ü) Agincourt. Peint. I. Taf. 1G. n. 
Basiliken des christlichen Roms Taf. 42. 
ntensohn 
Knül 
H) Aginc. Peint. PI. '16. n. 8.10. I2. Ciannuini II. tav. 20-22. Die 
alttestamentarischen Darstellungen, Abel, lllelchisedck, Abrahams Opfer 
kann man in diesvr Vvreinzelung ilicllt in dem Sinne wie die Kata- 
kombenhilmler als synlbolischc Darstellungen betrachten, sie sind vor- 
zugsweise historisch wenn auch mit äytnbolischer Nebenbezielnnlg.
        

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