Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-900407
180 
Erste 
Periode 
byz. 
der 
Plastik 
Malerei. 
bis 440) an den Wänden des Schiffes in langer Folge 
die Geschichten der Patriarchenzeit, des Moses und Josua, 
an dem Triumphbogen aber die Geschichte Christi aus- 
führen, jenes als das Vorbereitende, dieses als das Er- 
liillende i). Die 'l'ribune selbst, welche jetzt ein Mosaik 
aus dem 13. Jahrhundert hat, enthielt ohne Zweifel eine 
Verherrlichung des Herrn. In Rom scheint dies histori- 
sche Element vorzugsweise zu herrschen. An dem Tri- 
umphbogen der Paulskirche zu Rom, dessen Aus- 
schmückung auf Kosten derselben G-alla Placidia (um 440) 
geschah, sehen wir das Brustbild Christi, schon mit den 
typischen Zügen, umringt von den vierundzwanzig Ael- 
testen aus dem vierten Kapitel der Apokalypse, nebst 
Petrus und Paulus. Auch hier ist etwas Symbolisches 
bemerkbar. Auf beiden Seiten des Heilandes sind diese 
Aeltesten mit weissen Gewändern bekleidet und in glei- 
cher Haltung, wie die Schrift sie schildert, ihre Kronen 
darreichend; die der linkenSeite aber haben das Haupt mit 
ihrem Gewande bedeckt, die der rechten dagegen zeigen 
es entblösst mit gescheiteltem Haare. Man erklärt dies, ohne 
Zweifel richtig, durch eine Beziehung jener vierundzwan- 
zig Aeltesteil auf die zwölf Propheten und Apostel, weshalb 
denn beide in der Haltung des Gebets, jene als Juden mit 
bedecktem, diese als Christen mit entblösstem Haupte ge- 
zeigt waren. Damit stimmt es überein, dass unter den 
Propheten Petrus , unter den Aposteln Paulus steht, jener 
bei den Juden, dieser als der Heidenapostel bei den N icht- 
d) Bemerkenswerth ist bei der Anbetung der Könige am Triumph- 
bogen, dass hie: nicht die Jungfrau (Welche man unter den neben- 
stehenden Personen vermnthet) sondern das Christkind selbst auf einem 
Throne die Huldigung annimmt. Cianlpini V. M. I. tab. 49. S. d. übr. 
Mosaiken von S. M. magg. daselbst tab. 50-62 und bei Agin c. Peint. 
tab. 14. 15.
        

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