Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-900132
Bauten 
des 
'l'he0philus. 
153 
lerc mit vier grossen Porphyrsäulen geschmückt, dem 
Erzengel Michael, die beiden andern weiblichen Märtyrern 
gewidmet waren, während die westliche Seite mit drei 
mächtigen Eingangsthüren von Silber und Erz auf zwei 
Säulen ruhete. Von da kam man in das Sigma, einen 
Portikus von 15 Säulen, die in Form eines halben Mon- 
des, ähnlich der damals üblichen Gestalt des Buchstabens 
S (C) aufgestellt waren k), darauf vermittelst einer ab- 
wärtsfiihreilden 'l'reppe und durch einen zweiten Portikus 
in ein anderes Gebäude oder Hof, der Tetraserum ge- 
nannt wurde und vier Conchen hatte. Von diesen erregte 
die nördliche besondere Aufmerksamkeit, weil sie, nach 
akustischen Regeln gebaut, das leise gesprochene Wort 
an entfernter Stelle vernehmen liess; sie wurde deshalb 
Mysterium genannt. In der Nähe des Sigma wurden 
auch die öffentlichen Spiele gefeiert, und man gelangte 
daher aus demselben zu den Marmorstufen, auf deren 
Höhe aus einer prachtvollen Concha der Hof, und von 
einem goldnen, reich mit Edelsteinen besetzten 'l'hrone 
der Kaiserzuschauete. In der Nähe waren zwei eherne 
Löwen aufgestellt, welche bei solchen Festen Getränke 
auswarfen, während eine Schale von Erz sich beständig 
mit Aepfeln, Nüssen und Mandeln für das Volk anfüllte. 
Auf der westlichen Seite des Sigma standen dann noch 
zwei 'l'riklinien oder Säle, auf der östlichen die Waffen- 
kammer Eros, und der Palast Margarita oder die Perle, 
dessen Dach von acht Säulen aus rhodischem Marmor 
getragen wurde, dessen Wände mit gemalten 'l'hieren 
Prallgtell- Weiterhin kam ein Schlafgemach des Kaisers, 
prachtvoll wie" die Margarita, dessen goldene Kuppel auf 
i") Üüllßl wurde das Sigma auch 'l'rikonchos, die (lreifache Nische. 
genannt.
        

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