Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-900103
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Byzantinische 
Architektur. 
linden wir nicht, dass man sich im Grossen danach ge- 
richtet habe, und man zog in der Regel die quadrate 
Anlage der Kirchen der heiligen Form des Kreuzes ohne 
Bedenken vor.  
Zweite 
Epoche. 
Zeit. 
nachjustiniaxleischg 
Die 
Ein Monument wie die Sophienkirche, welches den 
Styl seiner Zeit so entschieden-ausspräehe und einen ge- 
schichtlichen Abschnitt begründete , finden wir in den 
spätern Jahrhunderten des byzantinischen Reiches nicht 
wieder, und wir sind für die Beurtheilung der Formen 
theils auf Gebäude beschränkt, deren Datum ungewiss ist, 
theils auf Nachrichten über Bauten, welche wir nicht 
mehr aufzeigen können. Indessen scheint es nicht über- 
flüssig, eine Uebersicht dieser Nachrichten aus den by- 
zantinischen Schriftstellern zusammenzutragen. 
 Der Nachfolger Justinians, Justin IL, setzte die Bau- 
thätigkeit seines Vorgängers noch einigcrmassen fort. Er 
vergrösserte die Kirche der Blachernen, indem er ihr 
eine südliche und eine nördliche Concha hinzufügte und ihr 
dadurch die Gestalt eines Kreuzes gab. Bald nach ihm 
begannen unruhigere Zeiten für das Reich; bei dem Wech- 
sel grausamer und schwacher Fürsten, unter den Bürger- 
zwisten der Thronprätendenten, neben den Anstrengungen 
der Kriege gegen die andfiDgCDdBIl Bulgaren und Araber 
behielt man nicht Zeit und Mittel für grosse Bauunter- 
nehmungen f), und der kräftige Regent, welcher endlich 
zur Herrschaft gelangte, Leo der Isaurier (717) erzeugte 
4) Es versteht sich, (lass auch in dieser Zeit einzelne Pracht- 
bautexl ausgeführt wurden; so unter Justinian II. G93 ein reichgc- 
schmücktes Triclinium. Schlosser Gesch. d. hilderst. Kaiser S. 102.
        

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