Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-900092
Andere 
Bauwerke 
Lllltßf 
Justinian. 
149 
schon unter Justiniaixs Regierung noch weiter in der An- 
wendung des Kuppelbaues. Die A postelkirche in Con- 
stantinopel, welche nach der ausführlichen Beschreibung, 
die der Geschichtschreiber der Justiniarleiseheir Bauten 
ihr widmet, besondere Aufmerksamkeit erregt zu haben 
scheint, unterschied sich sehr Wesentlich von der SO- 
phicilkirche. Ihrem Grundrisse nach (welcher aus dem 
Bau Constantins beibehalten wurde) bildete sie ein Kreuz, 
dessen Arme innerlich mit parallelen Säulenreihen ge- 
schmückt waren. Der westliche Arm des Kreuzes war 
etwas länger als die andern, der Altar aber stand nicht 
in einer östlichen Concha, sondern in der Vierung des 
Kreuzes. Die Kuppel über diesem mittlern Raume glich 
völlig der an der Sophienkirche nur in kleinerer Dimen- 
sion; ausserdem erhob sich aber auch auf jedem Arme 
des Kreuzes eine ähnliche Kuppel, die sich nur dadurch 
unterschied, dass sie ohne Fenster war  Ganz gleiche 
Form erhielt noch unter Justinians Regierung die Johan- 
niskirche zu Ephesus; wir sehen daher schon jetzt eine 
zweite Form entstehen, welche sich später häufig wieder- 
holte, die des Kreuzes mit fünf Kuppeln. 
Bemerkenswerth ist es bei der Ausbildung des by- 
zantinischen Styles, dass symbolische Beziehungen im 
gewöhnlichen Sinne des Wortes darauf wenig oder gar 
keinen Einfluss hatten. Eusebius (im dritten Buche der 
Lebensgeschichte Constantins) bemerkt es Wohl, dass in 
dem Rundbau der Grabkirche zu Jerusalem zwölf Pfeiler 
nach der Zahl "der Apostel angebracht worden, und die 
drei Fenster in der Coneha des Chors bezog man auf die 
Dreleilllgkeit- Aber ausser solchen zufälligen Deutungen 
4') Prokop, de iledif,   
fensterlosen Scitenlmppeln etwas niedrigßf 
XVahrscheinliu-h 
mal kloinvr. Vgl. 
waren die 
ubvn S. 125.
        

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