Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-899966
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Byzantinische 
Architektur. 
sondern an dem das ganze Volk 'l'heil nahm und zu dem 
man göttlicher Ilülfe zu bedürfen glaubte. Schon bei dem 
ersten Bau wurden drei hohe Beamte , ein Kammerhcrr 
(Cubicularius), ein Patricius und ein Schatzmeister nach 
Rhodus gesandt, um Ziegel von ungewöhnlicher Leich- 
tigkeit zu beschaffen. Auf jeden Ziegel drückte man 
einen Stempel mit der Inschrift: „Gott ist mitten in 
„ihr, sie wird nicht erschüttert werden; Gott wird sie 
verhalten von einem Morgen zum Andernmi). Bei dem 
zweiten Bau wurden Reliquien hineingemauert und nach 
der Aufrichtung jeder zwölf Steinschichten öffentliche 
Gebete gehalten. Indessen liess man es auch nicht an 
Mitteln menschlicher Klugheit fehlen, Strebepfeiler und 
Verstärkungen wurden angebracht, und so erhielt sich 
denn auch der gewaltige Bau Justinians noch bis auf 
unsere Zeit  Der Ruf dieses W underwerks verbreitete 
sich über die christliche Welt; es war nicht bloss byzan- 
tinische Schmeichelei, wenn man die Vollendung dieses 
lleiligthums den grössten Thaten des Kaisers gleichstellte, 
auch im Abendlande glaubte man, dass es alle andern 
Bauten übertreffe  In technischer Beziehung ist schon 
die Kuppel sehr beachtenswerth; bei einem Durchmesser 
von 108 Fr. Fuss steigt sie mit einer flachen Wölbung, 
die nur den sechsten Theil dieses Durchmessers erreicht, 
bis zu einer Höhe von 169 Fuss über dem Boden. Allein 
auch durch die Anordnungen des Uebrigen ist der Eindruck 
bedingt, den das ganze Werk auf die Beschauer macht. 
ä) Diese Ziegel waren nach der Angabe eines Schriftstellers 
(Lüulinlua) fnlnäulal, nac_h der cmes zulderlu (des Anonymus de antiqu. 
Conslant.) zwullmal leichter als gewuhnlxchc. 
rzte ein Thei! der Kuppel ein und 
Cujxls opus adeo cuncLa aediflcia 
:is huic- sinnile non possit inveniri. 
H) Nur im Jahre 1346 stül 
machte eine Herstellung nöthig. 
 Paul Warnefried: 
exccllit, ut in totis lerrarlun spati
        

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