Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-899835
Zeitalter 
Constantins. 
123 
mehrere andere  Aber daneben kommen auch schon 
früh abweichende Formen, namentlich runde und achteckige 
Kirchen vor. Schon der Mangel des Bauholzes musste 
in jenen Gegenden einem Style entgegenstehen, welcher 
die Bedachung mit hölzernen Balken verlangte; man musste 
daher gewölbtekirchen vorziehen. Dazu kam, dass die 
einfache, schwer zu verzierende Wand des Langhauses 
der orientalischen Prachtliebe wenig zusagte. Endlich 
trug auch die geistige Richtung des Orients auf einfache 
grandiose Einheit dazu bei, dass man an der gestreckten 
bedingten Form der Basiliken weniger Geschmack finden 
mochte. Man verlangte eine Gestalt, welche dem Kreise 
sich mehr näherte. Sehr früh iiberwölbte man daher den 
Haupttheil des Gebäudes mit einer Kuppel. Die Kirche 
des heiligen Grabes zu Jerusalem, wie sie die Kaiserin 
Helena bauete, hatte zwar noch die Langschiffe einer ge- 
wöhnlichen Basilika, aber diese bildeten nur den Zugang 
zu dem grossen Kuppelgebäude, das auf Säulen gestützt, 
die Grabesstelle bedeckte. Indessen boten die Kuppeln 
in technischer Beziehung manche Schwierigkeiten dar, 
besonders wenn man sie bei grössern Gebäuden mit grad- 
 Die von Constantin erbaute Sophienkirche war länglich 
(Öpoyuuig), erst bei der Vergrösserung durch Constant-ius wurde sie 
abgerundet (UQOLLPOBLÖÜQ). Du Cangii Descriptio S. Sophiae S. l, 2. 
Noch die von Justin, dem Vorfahren und Oheim Justinians, erbaute 
Kirche der B l a chern e n hatte eine hölzerne Decke und grade Säulen- 
reihen. Dies geht aus dem sehr interessanten Berichte des Ruy 
Gonzales de Clavijo über seinen Aufenthalt in Constantinopel im Jahr 
1403 (in der Revue de PArch. 1841 p. 161 von Märimee übersetzt) 
i" Vergleichung mit der Beschreibung Prokops (lib. 1. cap. 3.) her- 
von Die noch jetzt existirende Kirche des h. Johannes Studius zu 
Constantimmel: wahrscheinlich dieser frühen Zeit angehörig, ist eben- 
füÜS eine dreischiifige Basilika. Auch die Apostelkirche in Const. 
halle vzierlißhes Gebälkß (Euseb. Hist. eccl. lib. 3 und 4), nbgleich 
sie in Kreuzgestalt gebaut Wan
        

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