Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-899824
lwv 
Erste 
Epoche. 
Constantin 
Von 
bis 
auf 
Juslinian. 
Bei der Gründung des östlichen Reiches unterschied 
sich der architektonische Styl des Orients von dem, den 
wir in Italien beobachteten, gewiss nur Wenigii"). In den 
Werken des Bischofs Eusebius von Caesarea werden 
mehrere Kirchen beschrieben, welche theils von Constan- 
tin und seiner frommen Mutter , der Kaiserin Helena, 
theils doch in ihrer Zeit gestiftet und erbaut waren, und 
unter ihnen finden wir mehrere, welche unverkennbar den 
römischen Basiliken entsprechen. So namentliche die 
Hauptkirche von Tyru s, welche ein sehr vollständiges 
Exemplar in diesem Style gewesen zu sein scheint, die 
Kirche über der heiligen Grotte zu Bethlehemw) und 
i") In Constantinopel selbst ist, ungeachtet des späten Anfangs 
der türkischen Herrschaft die Zahl der erhaltenen Monumente aus der 
frühem byzantinischen Zeit höchst unbedeutend. Ausser der Sophien- 
kirche sind sie fast sämmtlich mehr antiquarisch als architektonisch 
bedeutend. So der Hippodrom (von den Türken Atmeydan genannt), 
die Porphyrsänle Constantins, das Postament der Säule des Theodosius, 
der Aquaednct des Kaisers Valens und einige Cisternen. Wichtiger 
sind einige in liloscheen verwandelte Kirchen, deren Erbauungszeit 
indessen ungewiss ist. Ob die Kirchenbuuten Constantins und seiner 
Zeit im Orient sehr zahlreich und ausgedehnt waren, ist nicht ge- 
wiss. Eusebitis rühmt zwar von ihm, dass er alte Kirchen hergestellt 
und neue erbaut habe, nennt aber nur wenige ausdrücklich, welche 
(da er ihre Namen in der Kirchengeschichte und in der Lobrede auf 
den Kaiser meistens wiederholt) die einzigen bedeutenden Werke 
gewesen zu sein scheinen. Ausser den im Texte genannten gehört 
dazu die Kirche der Hauptstadt Bithyniens, Nicomedia, von der 
er aber keine Beschreibung giebt. 
w) Noch jetzt (unter dem Namen S. Maria de praesepio) wenn 
auch nicht in der Gestalt, welche sie durch den ersten Ausbau der 
Kaiserin Helena, doch in der, welche sie durch Eudokia, die Gemahlin 
Kaiser Theodosius III. bekam, erhalten; sie hat ein basilikenartiges 
Langhaus, in welchem 48 Marmorsäulen in vier Reihen das Gebälk 
tragen.
        

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