Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Altchristliche und muhamedanische Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-898144
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-899539
Erstes 
Kapitel. 
Hislorische 
Einleitung. 
[Ilagnus ab infegro sacclarum nascilur ordo. 
Jam redit e! Virgo, redezml Salzernia regna; 
Jam nova progenies coelo demitlitzer alle. 
nSiehe, von Neuem beginnt der Zeiten gewaltiger Kreislauf! 
„-Schon auch die Jungfrau kehrt, es kehret das goldene Al- 
„ter, Schon steigt nieder ein neues Geschlecht vom erha- 
„benen Himmel." Diese Worte, die ein römischer Dichter 
kurz vor Christi Geburt sang, galten im Mittelalter als 
eine unzweifelhafte Prophezeiung der Ankunft des Herrn. 
Die Kritik unsrer Zeit weiss zwar sehr wohl, dass Virgil 
nicht der gottbegeisterte Seher war, für den man ihn 
hielt, dass er nur die Geburt eines vornehmen Knaben 
mit einer kühnen poetischen Wendung feiern wollte, aber 
es bleibt immerhin merkwürdig, dass ihm der Zufall so 
bedeutungsvolle, treffende Worte eingab. Denn in der 
That, wenn wir im Bewusstsein der völligen Umgestal- 
tung: WelChe die Welt durch denHeiland erfuhr, auf den 
Anfang der christlichen Zeit zurückblicken, so bemäch- 
tigt sich unsrer ein Gefühl, welches in diesen Worten 
kräftig ausgesprochen ist. Gewiss beginnt hier eine neue
        

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