Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-885219
Anfang 
des 
Verfalls. 
513 
und 
Wärme 
erstrebt werden 
konnte. 
Hiezu 
kam endlich 
noch die Eile des kaiserlichen Gönners, welche Ober- 
flächlichkeit und Manier begünstigte. Bei den Porträts 
gefiel man sich zwar in immer genauerer Naturnachah- 
mung; allein in Verbindung mit jener Eleganz konnte auch 
diese der geistigen Darstellung nur nachtheilig sein. Es 
häuften sich also ungünstige Umstände und dieser letzte 
Aufschwung der Kunst, Welcher wirklich noch die Ge- 
stalt des Antinous hervorbringen konnte, war daher nicht 
von nachhaltiger Wirkung. Er diente nur dazu , das 
Stylgefühl abzutödtcn und das Auge durch eine gleich- 
bleibende Eleganz zu ermatten. Dennoch haben wir auch 
nach Hadrian aus der Zeit der Antonine noch einige sehr 
vortreffliche Porträts. Unter ihnen ist die schon erwähn- 
116 
Reiterstatue 
des 
Marc 
Aurel 
das 
b ekannteste 
und 
grösseste; ein noch immer sehr tüchtiges Werk, wenn 
auch von etwas schweren und geistlosen Formen. Dage- 
gen stehen die Reliefs an der Säule des Antonin denen 
der Trajanischenl schon Weit nach. Von Commodus [in- 
den sich noch gute Büsten , erst gegen die Zeit des 
Septimius Severus wird der Verfall der Plastik_ ein un- 
läugbarer.
        

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