Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-885196
Münzen 
und 
G-emmen. 
511 
uns erhalten sind, rühren aus dem ersten Jahrhundert der 
Kaiserherrsehaft her. Einige darunter sind mit dem Na- 
men des Dieskoridcs, der den Siegelring des Augustus 
geschnitten hatte, bezeichnet, jedoch ist die Zuverlässig- 
keit dieser Inschrift bezweifelt. Die drei grössesten Cameen 
(der Wiener, der Pariser und der Niederländische) ge- 
hören ebenfalls hieher, indem sie die Verherrlichung des 
August und des Claudius darstellen; sie sind sehr figu1 
renreich und mit äusserster Sorgfalt und Geschicklichkeit 
behandelt. Der Profilstyl ist hier noch weniger als auf den 
Reliefs beibehalten, die Gruppirung schliesst sich vielmehr 
der Rundung des Steines an, in der Schönheit der edlen 
Form stehen diese Arbeiten den ähnlichen, aber kleinem 
Steinen 
EIUS 
der 
Ptolemäerzeit 
nach. 
Die äussere Geschichte der Sculptur während 
dieser Periode schliesst sich eng an die der Baukunst an. 
Vielleicht wurde sie bei der unbedingten Anerkennung 
des griechischen Styls nicht so schnell wie die Architek- 
tur von römischen Eigenthümlichkeiten modiiieirt. In bei- 
den Künsten aber treten diese gleichzeitig um die Zeit 
des Titus sichtbar hervor, wenn es nicht ein blosser Zufall 
ist, dass wir an dem Triumphbogen dieses Kaisers sowohl 
das römische Kapitäl als den römischen Reliefstyl zum 
ersten Male antreffen. Selbst bis Hadrian blieb die Kunst 
sich gewiss im Wesentlichen gleich. 
Kaisers berührte vielleicht die Plastik 
Gunst dieses 
mehr als die 
Die 
noch 
Baukunst; in jeder YVeise Wollte er sie in Thätigkeit 
setzen. In dem von ihm hergestellten Tempel des olym- 
pischen Jupiters in Athen liess er die Statue des Gottes 
in kolossaler Grösse und zwar nach alter Weise von Gold
        

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