Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-885179
Sarkoplnage. 
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erweckten an und wurden gewiss hauptsächlich bei Ein- 
geweihten gebraucht. Hinweisung auf Lohn und Strafe 
finden sich selten  öfter die Darstellung der Unterwelt 
mit Pluto und Proserpina. Der spätesten Zeit endlich 
gehören manche Sarkophage an, welche auf die neupla- 
tonisclie Unsterblichkeitslehre Beziehung haben, wo dann 
die Belebung des Menschen durch Prometheus, die Läu- 
terung der als Schmetterling dargestellten Seele am Feuer, 
ihre Wanderung zur Unterwelt vorkommen 
Ohne Zweifel war die Sitte dieser mythologischen 
oder allegorischen Darstellungen auf den Särgen keine 
griechische, sie deutet vielmehr auf die Verwandtschaft 
mit den Etruskern hin. Sehr merkwürdig ist es daher, 
dass beide, die Etrusker und die spätem, römischen 
Italier sich hier in ganz verschiedenen Sagenkreisen be- 
wegen. Bei den Etruskern, wie wir sahen, herrschten die 
heroischen Sagen, das Gebiet des trojanischen Krieges 
und der Argonauteir, vor; bei den Römern sind es die 
mehr mystischen und allegorischen Lehren. Beiden ge- 
meinschaftlich ist die ernste Rücksicht auf den Tod und 
zugleich dass sie den Trost nicht in ihren einheimischen, 
sondern in griechischen Traditionen suchen. Ihre eigene 
italische Richtung war zu sehr eine praktische, die der 
Griechen eine geistigere. Auch hatte wohl das Fremde 
einen höhern, geheimnissvollern Reiz, etwas das einer 
Offenbarung ähnlich sah. 
Der künstlerische Werth ist bei der Mehrzahl dieser 
Sarkophagsculpturen ein ziemlich geringer, sie wurden 
im Vaticaxz. 
4') Die Strafen des Ocnus in der Unterwell im 
der Stadt Rom. Th. II. S. 264. 
M) Im Vatican, im capitolinisclzen Museum, in 
später, schlechter Arbeit. 
Beschr. 
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