Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-885006
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Römische 
Sculptur. 
Büsten unserer Museen, deren Ursprung uns unbekannt 
ist, in die Zeit des kaiserlichen Roms zu rechnen sind 7 
während es auf eine genaue Feststellung Weniger an- 
kommt, da schon jenes Beispiel des Nils zeigt, dass sich 
für einzelne Künstler und Werke das Geschick jener 
frühem Zeit noch erhalten hatte. Indessen dürfen wir 
daraus doch nicht schliessen, dass die Kunst im Ganzen 
auf gleicher Höhe geblieben sei. Jene Erzählungen von 
Zenodor und viele Stellen des Plinius und des Pausaxxias 
zeigen deutlich , dass man im Allgemeinen sich nicht 
mehr im Besitze der alten Kraft fühlte. Die Künstler 
liessen sich auf Nachahmungen, nicht mehr wie früher 
auf freie und unbefangene, sondern auf sclavische und 
tiiuschende, ein; die Kunstfreunde glaubten ein sehr gün- 
stiges Urtheil zu fällen, wenn sie die Werke ihrer Zeit- 
genossen denen der Alten fast gleichkommend , zwar 
gut , aber jenen nachstehend fandenif); sie unterschieden 
aber doch im Ganzen die Kunst ihrer Zeit von der alten, 
zum Nachtheile jener-W].  
S0 nahe diese römische Kunst der griechischen blieb 
bildeten sich dennoch in ihr Eigenthümliehkeiten aus, 
welche wir dem römischen Geiste und Einilusse, wenn 
auch die Uebung der Kunst selbst immer in den Iläiulen 
der Griechen blieb, zuschreiben müssen. Zuerst und 
vorzugsweise bemerken wir dies an den Porträts. Im- 
mer war hier die Ansieht der Römer von der der Grie- 
chen verschieden. Diese liessen anfangs, wie wir wissen, 
ikonische, auf Aehnlielnkeit berechnete Porträtstatuen nur 
in seltenen Fällen zu, und liebten auch später noch, als 
u) Plin. XXXIV. 
lliclos, probati (amen. 
H) Pans. Vl. 2l. 
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