Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884972
Idealstatuenl. 
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Höhe, aber man fand, dass die Kunst der Mischung des 
Erzes verloren gegangen war. Plinius (der ältere, der 
bekanntlich bei demselben Ausbruche des Vesuvs sein 
Leben einbüsste, welcher Herculanum und Pompeji be- 
grub, und mithin Nero's Tod nur um wenige Jahre über- 
lebte) sehliesst sein Verzeichniss der Plastiker mit dem 
Zenodorus, und auch aus andern Schrifstellern können 
wir nur eine geringe Nachlese späterer Künstlernamen 
hallen. Auch wird uns nicht gesagt, an welchem Orte 
die Hauptbildungsstätte dieser Meister war. Die Wieder- 
kehr griechischer Namen macht es wahrscheinlich, dass 
die alten Sitze der Kunst, Rhodus und besonders Athen, 
wo ja auch noch Jahrhunderte lang die bleibende Schule 
der Philosophie war, diesen Vorzug behielten. Indessen 
gab es ohne Zweifel auch griechische Künstlerfamilien, 
die sich in Italien ansässig gemacht hatten. Durchweg 
aber klingen die Namen der plastischen Künstler, welche 
uns überliefert sind, auch jetzt noch griechisch, und wir 
dürfen daher in der Kunst der Kaiserzeiten nur eine Fort- 
Setzung der griechischen Kunst 
Zeitalters erwarten. Selbst noch 
des alexandrinischen 
unter den Antoninen 
linden wir auf dem Kopfe des Clodius Albinus (im capi- 
tolinisclmenl Museum) die griechische Namensinschrifl 
eines 
Zenas. 
Diese nahe Verwandtschaft der römischen mit der 
vorhergehenden griechischen Kunst erschwert uns die 
Bestimmung des Alters mancher antiken Werke in unsern 
Museen. Nehmen wir die Perträtbilder aus, so sind in 
der 'l'hat nur wenige, bei denen es ausser Zweifel ist, 
dass sie in römischer Zeit entstanden. Bei weitem das 
bedeutendste darunter ist die Kolossal-{Gruppe des Nil, 
weiche den Gott des Stromes liegend und von Kindern
        

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