Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884950
Vaterland 
der 
Künstler. 
4-87 
sehr bedeutend , und wahrscheinlich erhielten sie sich 
nur dadurch so lange im Andenken , dass ihre Urheber 
nachgriechischer, den etruskisclien Meistern fremder 
Sitte ihren Namen beischrieben. Die übrigen Bildwerke 
dieser frühen Zeit waren, wie Plinius ausdrücklich be- 
merkt, von schlechten Stoffen, von Holz oder gebrannter 
Erde, und also wahrscheinlich auch nicht von kostbarer 
Arbeit. Bald darauf erfahren wir von einzelnen Erzbil- 
dem, meistens Bildnissstatuen verdienter Männer  Im 
fünften Jahrhundert wurde der Luxus des Bildwerks 
schon grösser; aus den I-Iarnischen, Heimen und Bein- 
schienen der samnitischen Beute (im J. 482 d. St.) liess 
Spurius Carvilius eine kolossale Bildsäule des Jupiter 
giessen, die, auf dem Capitol aufgestellt, so weit her- 
überragte, dass man sie vom albanischen Berge her sehen 
konnte. VVahrscheinlich waren solche Kolosse den Etrus- 
kern nicht unbekannt, wie denn noch August eine 50 Fuss 
hohe Bildsäule des Apoll, Wahrscheinlich doch auch ein 
italisches Werk, aus Perugia nach Rom versetzte. Nicht 
lange darauf, im sechsten Jahrhundert der Stadt, began- 
nen mit der Eroberung von Syrakus die Plünderungen 
griechischer Gegenden und der Geschmack wurde wenig- 
stens insoweit verfeinert, um die griechische Kunst vor- 
zuziehen. Die Griechen waren schon längst nicht mehr 
so entschiedene Patrioten und Freiheitshelden, dass ihre 
Künstler es verschmäht haben sollten, ihren Siegern zu 
dienen; daher finden wir nun eine fortlaufende Reihe 
griechischer Künstler, welche in Rom arbeiteten, wahr- 
scheinlich selbst dort ansässig waren. Sie beginnt mit 
Pasiteles, einem Griechen von der italischen Küste, 
der im Auftrage des Metellus für dessen Jupiterstempel 
w 
Hirt. 
Gesch. 
bild. 
Künste. 
271.
        

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