Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884845
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Römische 
Architektur. 
in 
Rom 
aufstellen. 
Unter 
ihm 
entstand 
eine 
Reihe 
VOD 
Tempeln m), das 'l'heater des Marcellus, ein neues Forum, 
die gewaltigen Bauten des Marsfeldes, sein eignes Mau- 
soleum, die Bäder des Agrippa mit dem Pantheon, und 
eine Menge von andern öffentlichen Bauten nebst grosserx 
Palästen und Denkmälern der Privaten. Mit Recht konnte 
er sich rühmen, die Stadt, die er in Lehm (lateritiam) 
gefunden, in Marmor zu hinterlassen. In dieser Zeit 
erreichte die römische Baukunst ihr goldnes Zeitalter. 
In edler Einfachheit und organischer Harmonie aller 
Theile kann sie sich freilich mit der griechischen Archi- 
tektur nicht messen, aber was Reichthum und Geschmack 
vereint hervorbringen konnten, wurde geleistet. Mit Ge- 
schick und Anmuth Wusste die Kunst die mannigfaltig- 
sten Ansprüche des ölfentlichen Lebens zu befriedigen, 
und bei allem Widerstreben der griechischen und itali- 
schen Elemente, die man verbinden musste, bei der N 0th- 
wendigkeit Schmuck und Verzierungen anzubringen , die 
nicht aus dem Styl des Ganzen hervorgingen, erhielt sich 
doch in den Verhältnissen eine gewisse Strenge und 
Reinheit, in den Ornamenten eine Erinnerung an die Grazie 
und Mässigung des griechischen Styls. Auch die Eigen- 
thümlichkeit der römischen Architektur erreichte in dieser 
Zeit ihre 
Pantheon 
Höhe; die Amphitheater, die Basiliken und das 
entstanden. Es wird hieraus wahrscheinlich, 
 Darunter (lerydes Quirinus auf dem Quirinalischen Berge, 
einer der grössten Roms, mit doppeltem Säulenumgange (dipteros), 
welcher merkwürdig genug nach Vilruv (Ill. 2.) im dorischen Style 
erbaut war. Wahrscheinlich war eine Beziehung auf den Tempel 
des capilolinischen Jupiters beabsichtigt, der ebenfalls dipteros war, 
und bei der Erneuerung durch Sulln, obgleich die Beibehaltung des 
Allen von den Priestern gefordert wurde, doch unvermerkt aus seinem 
alttoscailischen Styl in römisch-dorischen verwandelt sein mochte.
        

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