Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884824
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Römische 
Architektur. 
Nachrichten mit den Monumenten, die Erörterung aller 
der technischen und antiquarischen Fragen, welche sich 
daran knüpfen, ist zwar von wesentlichem Nutzen und 
mannigfaehenn Interesse. Diese umfassende Arbeit, für 
welche übrigens in Irlirtfs Geschichte der Baukunst schon 
sehr viel geleistet ist, liegt nicht in den Gränzen unsrer 
Aufgabe. Eine innere Geschichte aber im höhern Sinne 
des Wortes, wie bei den Griechen, hat diese Kunst hier 
nicht, sie hat kein selbstständiges Leben, das sich aus 
sich heraus entwickelt und auf verschiedenen Stufen 
mannigfach gestaltet. Ihre Geschichte fällt im Wesent- 
lichen mit der Geschichte des Luxus und der Bildung 
zusammen. _An das, was in dieser Beziehung schon in 
der Einleitung gesagt ist, mögen sich noch folgende Be- 
merkungen anschliessen. 
Schon frühe fand, wie bei den Etruskern selbst, bei 
ihren Nachahmern den Römern manche griechische Form 
Eingang. Ein Beispiel dieser Art können wir zwar nicht 
an Gebäuden aufweisen, wohl aber an der Graburne des 
Scipio Barbatus aus dem fünften Jahrhundert der Stadt, 
an welcher sich Triglyphen und ionische Zahnschnitte 
finden. Als nach dem niacedonischen und griechischen 
Kriege hellenische Kunstwerke als Beute nach Rom ka- 
men, und nun unter dem fruchtlosen Widerstreben der 
Verfechter altrömischer Sittenstrenge die Prachtliebe im- 
mer mehr um sich griff , als die vornehmen Jünglinge 
Roms ihre Studien in Athen vollendeten und der Ge- 
schmack feinere Ansprüche im griechischen Sinne machte, 
standen zwar in Griechenland noch die Meisterwerke 
aus der Zeit des Phidias, aber der Geist jener Zeit lebte 
unter den Griechen selbst schon längst nicht mehr. Schon 
aus eigner Neigung waren die Römer für diese edle
        

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