Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884766
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Römische 
Architektur. 
Metellus und Lucullus weit zurückgeblieben sein. lmcul- 
lus, dessen Ueppigkeit sprüchwörtlich geworden ist, 
verfeinerte die Ansprüche aufs Höchste. Für jede Jahres- 
zeit waren besondere Landsitze bestimmt. Berge wurden 
über gewölbte Grotten aufgeworfen, Lusthäuser im Meere 
"gebaut; Bibliotheken und Gallerien für Kunstwerke, Ge- 
wächshäuser, Fischteiche und Vogelhäuser mit sinnrei- 
reichen, zur Belustigung der Beschauer dienenden Ein- 
richtungen durften nicht fehlen. Die Gärten selbst glichen 
denen im altfranzösischen Geschmacke; beschnittene 
Bäume bildeten Laubengänge und Wände , Cypressen 
erhielten die Gestalt der Spitzsäule, Gebüsche stellten 
sogar ganze Thiergestalten dar, und Buchsbaumpilanzungen 
waren als Buchstaben irgend eines Namens angelegtti). 
Auch dies giebt Wieder einen Beweis, wie verschieden 
der Naturgenuss der Römer von dem unsrigen war. 
Natürlich übertraf der Luxus der Kaiser den dieser 
republikanischen Grossen noch bedeutend. Nero's Palast, 
den er nach dem berüchtigten, wahrscheinlich von ihm 
selbst veranlassten Brande erbaute und schmückte, und 
den man von seiner Pracht das goldne Haus benannte, 
bedeckte gewaltige Strecken des jetzt verwüsteten Thei- 
les von Rom. Die Ruinen von Ieladriaüs tiburtinischer 
Villa verbreiten sich über ein Feld von sieben römischen 
Meilen. Sie sollte dem Kaiser Erinnerungen der schönsten 
Stellen gewähren , die er auf den Reisen durch sein 
Weltreich gefunden; Athenische Gebäude, Lyceum, Aka- 
demie, Poikile, ägyptische, der Canopus, sogar das reizen- 
de thessalische Thal Tempe fanden hier ihre Nachbilder. 
 Entscheidend sind dafür die Stellen in Plin. hist. naf. XVI, 
33, 60. und Plin. jun. ep. V, G, S. 1G und 35. S. dälüflvrßevknr, 
Gallus oder römische Scenen aus der Zeit Auguslß. T11. l. S. 28:1
        

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