Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884581
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Römische 
Architektur. 
Götzen 
dem 
römischen 
Volke 
das 
Bewusstsein 
seiner 
bessern Sitte und seiner Macht erneuern. Tempelgeräth 
und andere Kostbarkeiten, Schmuck und Waffen der 
Besiegten, Bilder der unterworfenen Städte durften dann 
überall nicht fehlen. Der Tag des Triumphes War ein 
allgemeines Fest, die Verhandlungen des Forums ruhten, 
alle Tempel waren geöffnet, das Volk erhielt Spenden, 
der Soldat durfte sich von der Strenge der Disciplin 
durch freiesten Scherz erholen, die eroberten Schätze, 
wenn sie dessen würdig waren, wurden in den Tempeln 
niedergelegt. Da war es denn natürlich , dass schon 
frühe die Sitte der Errichtung eines Bogens aufkam, 
durch welchen der Triumph auf festgesetzter Strasse 
einherzog, welcher den Weg bezeichnete und das Volk 
auf das bevorstehende Fest vorbereitete. Die Form der 
Bogenthore innerhalb der Städte war in Italien nicht neu; 
namentlich kannte man die sogenannten Janusbogen, 
Doppelthore mit Eingängen auf allen vier Seiten, für 
einen Kreuzweg berechnet, die sich besonders an der. 
Märkten fanden. Daher richtete man bald auch die Ehren- 
bogen zu bleibenden Zierden der Stadt ein , und schmückte 
sie mit Marmor und Bildwerk. Dieser Gebrauch, der 
sich ursprünglich nur auf Rom bezog, wurde bald nach- 
geahmt. Die Städte der Provinz, die durch schmeich- 
lerische Ehrenbezeugungen in der Gunst mächtiger Pro- 
consuln sich zu überbieten trachteten, unterliessen auch 
nicht den durchziehenden Feldherrn mit Ehrenpfortcn nach 
Art der Triumphbogen zu empfangen. Auch andre Ver- 
dienste um die öffentliche Wohlfahrt, besonders Strassen- 
und Hafenbautcn wurden ebenfalls durch Ehrenbogen 
anerkannt, und die bedeutende Zahl solcher auf uns ge- 
kommenen Bauwerke , in Asien und Griechenland , in
        

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