Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884537
Basiliken. 
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gelegen, dass sie ziemlich nahe 
und so von dem alten Forum bis 
aneinander gränzten. 
an das Marsfeld eine 
Reihe von Säulenhallen bildeten, mit deren Pracht sich 
nicht leicht eine andere Stadt messen kann. Ueberaus 
wenig ist uns von dieser Herrlichkeit erhalien, und kaum 
will es unsern Archäologen gelingen, sich auch nur über 
die Lage aller dieser Gebäude Gewissheit zu verschaf- 
fen. Die Anschauung eines Forums in kleinerm Maass- 
stabe gewähren uns die Ruinen von Pompeji; wir sehen, 
wie auch hier in einer Landstadt öffentliche Gebäude und 
Tempel sich aneinander reihten, und Säulenhallen und 
Bildwerk zum Schmucke des Versammlungsplatzes dien- 
ten. Wir dürfen hienach das eigentliche Forum keines- 
weges wie einen Markt in unserm Sinne denken, auf 
dem nur die Geschäftigkeit des kleinen bürgerlichen Ver- 
kehrs ihr Wesen treibt; es erscheint vielmehr wie ein 
grosser unbedeckter Saal oder Hofraum, mit der regel- 
mässigen Umgebung öffentlicher Gebäude, in welchen die 
höhern städtischen Geschäfte, die Verhandlungen der 
Regierung oder der Gerichte betrieben wurden. 
Bei Weiterer Entwickelung des römischen Staats- 
wesens wurde ein Theil dieser öffentlichen Geschäfte 
besondern Gebäuden zugewiesen, unter denen die Basi- 
liken die merkwürdigsten waren, Gebäude  welche zu- 
gleich für die Gerichtssitzungen und als Börse der Han- 
delsleute dienten. Ihren griechischen Namen hatten sie 
von einer Halle in Athen, in welcher der Archon Basileus 
(ein Beamter, der ungeachtet der Vertreibung der Tyran- 
nen den Königsnamen behielt) Gericht hielt, und die 
deshalb Stoa basilike, die königliche Halle, genannt wurde. 
Die griechischen Schriftsteller nennen daher auch diese 
römischen Basiliken gewöhnlich schlechtweg Stoa, die
        

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