Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884516
G attungen 
der 
Gebäud e. 
Forum. 
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hier die Gattungen der Gebäude sondern. Eine Ver- 
gleichung mit verwandten griechischen Anlagen wird dazu 
dienen, uns das Eigenthümliche der römischen Bedürfnisse 
klarer zu machen. 
Ein gemeinsanies Erforderniss für beide Völker war 
zunächst das Forum. Jede Stadt musste Plätze haben, 
auf denen die öffentlichen Verhandlungen, die Volksver- 
sammlungen, die Wahlen der Beamten statt fanden. Schon 
bei den Griechen wurden gewisse Plätze ausschliess- 
lieh für solche politische Zwecke bestimmt und von den 
Märkten, welche für den Handel dienten, unterschieden; 
man umgab sie mit Säulengängen oder mit öffentlichen 
Gebäuden. "In Italien sonderte man nicht ganz so scharf; 
man machte die Säulenhallen breiter oder setzte ein zwei- 
tes Stockwerk darauf, und gestattete den Wechslern 
hier ihre Buden aufzuschlagen. Der Geldverkehr, den wir 
in Rom noch spät in den Händen der Ritter finden, er- 
schien in Italien immer als ein Geschäft, dessen sich die 
Edeln nicht zu schämen hatten; ihre Aristokratie hing 
mit der Macht des Vermögens enge zusammen. Man 
machte ferner das Forum in Italien länger, weil es zu- 
gleich in früherer Zeit zu Feehterspielen diente. Dagegen 
schlossen sich auch hier (wenigstens später, denn anfangs 
waren auch Privatgebäude am Forum) nur öffentliche 
Gebäude an, mit denen allmälig die weitern Umgebungen 
des Platzes besetzt wurden. Es waren zunächst Tempel, 
die in Rom oft zu den Versammlungen des Senats dienten, 
dann die Gerichtshalle , das Schatzhaus, Gefängniss, 
Räume für die Aufbewahrung öffentlicher Archive und für 
ähnliche Zwecke. Das Nähere über die Anordnung des 
alten römischen Forums ist schwer festzustellen und ge- 
hört nicht zu unserer Aufgabe; jedenfalls war es mit
        

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