Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884297
Technik. 
4-21 
aber 
doch 
durch 
die 
horizontalen 
und 
verticalenx 
Einfas- 
sungen aufs Kräfligste zusammengehalten ist. 
Ausgezeichnet waren die Römer in der Kunst der 
WVölbung, die sie von ihren Lehrmeistern den Elruskern 
üben-kamen und sehr vervollkommnetelz. Wir werden wei- 
ter unten sehen, wie durch diese von den Griechen anfangs 
nicht gekannte, später wenig benutzte Bauform die be- 
deutendsten Werke der Römer möglich wurden, und wie 
sich grade in den hiedurch bedingten Bauten ihre Eigen- 
thümlichkeit am Entschiedensten und Günstigsten aus- 
sprach. 
In allen diesen technischen Beziehungen waren die 
römischen Architekten den Griechen gewiss überlegen, 
so sorgsam und sauber auch diese in der Ausführung 
ihrer Gebäude Waren; in ästhetischer Beziehung dagegen 
standen sie ihnen weit nach. Es fehlte ihnen an einem 
solchen eigenthümlichen, zeugenden Grundgedanken, wie 
der des Säulenhauses war, es fehlte dadurch an jener 
Kraft der Idee, welche alle Theile durchdringt, sie in 
harmonische Verbindung setzt, und sie zu einer lebendi- 
gen Erscheinung verschmilzt. Gewiss sind auch die 
Römer noch sehr bedeutend und wichtig in der Architek- 
tur, aber neben der reinen und idealen Gestalt der grie- 
chischen Kunst, erscheint die ihre in einem vielleicht an 
sich zu ungünstigen Lichte. Eine feste, durch religiöse 
oder künstlerische Gewohnheit geheiligte Gestalt der 
Tempel hatten sie nicht, aber dennoch ist unter den ver- 
schiedenen Formen, deren sie sich bedienten, eine die 
vorherrschende, und zwar eine, in welcher wieder etrus- 
kische und hellenische Eigenthümlichkeitcn sich mischen. 
Die Cella dieser gewöhnlichen römischen Tempel ist eine 
einfache, und weicht daher von der dreifachen der Etrusker
        

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