Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884069
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Etruskische Kunst. 
wie das Leben ein beständiger Kampf beider war, so 
linden wir auch hier den Gegensatz und den Kampf der 
weissen und schwarzen Genien , der zuletzt über das 
Leben entscheidet. Bei allen übrigen Völkern der alten 
Welt War das Gefühl der Natureinheit vorherrschend, 
bei 
nur 
diesen 
beiden 
das 
des 
Dualismus 
und 
der 
nung; ein Zeichen, dass bei beiden der Verstand, mit 
seiner Abstraction und mit seiner Richtung auf das Irdi- 
sche und Praktische, mächtiger war als das Gefühl. 
Daher denn auch ein gemeinsamer Mangel in Beziehung 
auf bildende Kunst, der Mangel entschiedenen Selbstge- 
fühls, der sie für fremde Formen empfänglich machte, 
und die Perser von den Griechen und Aegyptern, die 
Etrusker wenigstens von jenen annehmen liess. Daher 
ferner eine Neigung zur Annäherung der Kunst an das 
gemeine Leben, die Wir auch bei den Persern fanden, 
und die ihre Quelle in der Rücksicht auf das Praktische 
hat. Die Verschiedenheit beider Völker aber war wieder, 
dass die Perser mit orientalischer Consequenz jenes 
System des Gegensatzes durehführten und zu einer frei" 
lieh spröden Einheit erhoben, durch die es in Aeusser- 
lichkeit und in Monarchismus überging, während es bei 
den Etruskern durch ihre Stammverwaxrdtsehaft mit den 
Griechen sieh mannigfaltiger gestaltete, die aristokratiseh  
republikanische Form annalun, und sich aus dem Aeussern 
mehr in das Innere zurückzog. Auch andre Eigenthüln- 
lichkeiten beider Völker werden durch diese Verwandt- 
Schaft 
leicht 
erklärbar. 
Wenn 
wir 
endlich 
auch 
in 
die 
IIIISBYBI" 
Zukunft 
schichte einen Blick richten dürfen, so ist es interessant, 
bei den Etruskern einen germanisch-ehristlichen Zug- 
wahrzunelmmen. Schon bei den Persern fanden wir den
        

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