Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-884019
Malerei. 
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im Relief, wo auch die 
stalten wirksam sind. 
zurücktretenden 
Thcile 
der 
Von 
etruskischer 
Malerei 
sind 
llllS 
thcils 
Vasen , 
theils 
Wandmalereien 
in 
neuer- 
den früher und besonders 
lieh eröffneten Gräbern bekannt geworden. Die Vasen 
stehen, wie schon bemerkt, hinter den griechischen, denen 
sie nachgeahmt sind, zurück. Die Wandmalereien sind 
in Gestalt eines Frieses geordnet und vielleicht schon 
deshalb mehr, wie jene plastischen Werke, im Reliefstyl 
gehalten. Ihr Gegenstand ist gewöhnlich das Leben 
nach dem Tode. Man sieht den Verstorbenen traurig, 
gesenkten Hauptes , von Genien fortgedrängt oder im 
VVagen gezogen, von manchem Gefolge begleitet. Andre 
geben die Darstellung von Gladiatorenkämpfen und ähn- 
lichem Leichenpompe. Die Farben sind rein und hell 
auf einen Grund von Stucco aufgetragen, ohne Schatti- 
rung. Bei einigen finden wir ein näheres Anschliesseir 
an griechischen Styl, bei andern mehr etruskische Eigen- 
thümliehkeiten  
Die 
Etrusker 
stehen nicht 
auf der höchsten Stufe der 
Kunst, sie weichen nicht bloss den Griechen, sondern 
auch den Aegyptern. Sie sind auch nicht ein Volk von 
starkem Selbstgefiihl, dass für die Leistungen der andern 
blind ist oder sie zurück stösst; wir sehen sie vielmehr 
empfänglich und bereit das Fremde aufzunehmen und zu 
verarbeiten. Aber ebendeshalb ist es bemerkenswerth, 
ü) Die Annalen des Instituts für archäologische Correspoimdenz 
enthalten ausführliche Nachrichten und Untersuchungen über die in 
Elrnrieil neuerlich anfgefundcilen Vascnlnalereien, wonach man bei 
weilern Nachforschungen Aufschluss über mlie Verzweigung dieser 
italischen Kunstschulen zu erwarten hat.
        

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