Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883991
Aschenkistenx. 
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etruskisehen Urnen dagegen sehen wir eine verwickelte 
Schlacht in ihrem ganzen Umfange. Weit gespreitzte, 
mit aller Anstrengung ausholende Krieger bilden die 
Hauptgruppe, Gefallene liegen in Verwirrung am Boden, 
Rosse bäumen sich im Hintergrunde. Auf vielen solcher 
Kisten ist diese lebendige Gruppirung verwirrt und un- 
klar, auf andern dagegen giebt sie ein Wohlgelungenes 
reiches Bild. S0 auf einer Graburne im Vatican 3') , 
welche auf ihrem Deckel zwei Gestalten, Mann und Frau 
enthält, auf deren Schicksale sich dann der allegorische 
Kampf darunter bezieht. Hier sehen wir den Verstorbe- 
nen als einen reichgeschmückteil, alten Krieger; ein junger 
Mann, in gewandtem , kräftigen Angriffe die Waffen 
schwingend, bedrängt ihn, der Greis s-chon am Boden 
knieend deckt sich mit dem Schwerdte, aber sein böser 
Genius zeigt in heftiger Bewegung, dass er diesen Schutz 
vereiteln wird. Unfern sieht man dann seine Gemahlin, 
eine hohe Frau mit der Krone, in starker Aeusserung 
des Schreckens; Diener und Rosse füllen den Hintergrund. 
Alles ist hier belebt, alles in kräftiger 'l'hat, deutlich mld 
körperlich hervortretend. 
Eine andere Gattung etruskischcr Kunstwerke, in 
welchen auch die malerische Anordnung vorherrseht, sind 
Spiegel (früher Pateren, auch mystische Spiegel 
geirannt), flache Schalen von Bronce, deren convexe Seite 
als Spiegel diente, während die eoncave mit mythologi- 
schen Darstellungen in gravirter Umrisszeichnung ge- 
schmückt ist , und die Schmuckkästchen (früher 
ebenfalls für Gegenstände eines mystischen Cultus gehal" 
ten und daher cistae mysticac genannt) mit gleicher 
 Cortile des Belvedere 
Roms. lI. 2. 155. 
Dlicali 'l'ab. 
bei 
Beschr
        

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