Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883981
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Etruskischc 
Plastik. 
wenn auch vielleicht schon aus der Zeit römische,- EICH- 
schaft, doch noch aus einer friihern, etwa aus den letzten 
Zeiten der Republik oder dem Anfange der Kaiserzeit, 
herrührt. Auf einigen findet sich aber auch eine andere 
und dem römischen Geschmacke näher kommende Nach- 
ahmung griechischer Kunst und selbst Trachtg), so dass 
wir diese in eine spätere Zeit setzen können. Die Arbeit 
dieser Aschenkisten, die in so grosser Zahl vorkommen, 
dass sie gewiss nicht bloss von den Vornehmen und 
Reichen herrühren, ist übrigens keine vorzügliche, son- 
dern mehr handwerksmässig; namentlich finden wir die 
Porträtbilder auf den Deckeln oft ziemlich roh und un- 
förmlich. Dagegen sind die Compositionen höchst leben- 
dig und von einem sehr eigenthümlichen Style, völlig 
abweichend von dem griechischen. Während in den 
griechischen Reliefs überall die Gestalten im Profil, rfort- 
schreitend, und, wenigstens in der bessern Zeit, mit 
massiger Bewegung dargestellt sind, herrscht hier eine 
mehr malerische Anordnung, eine Gruppirung nach der 
Mitte zu und ein höchst bewegtes Leben. Während dort 
die Figuren auf einer Linie gestellt sind, finden wir sie 
hier oft in zwei Reihen hintereinanderw). Interessant 
ist es, einigermassen verwandte Gegenstände in der Auf- 
fassung beider Völker zu vergleichen. Wenn die griechi- 
schen Künstler eine Schlacht darstellen (wie etwa die 
Amazonenschlacht in dem Friese von Phigalia oder auf 
dem Sarkophage im capitolinischen Museum) so zeigen 
sie einzelne Paare von Kämpfenden, im Proiile gestellt. 
alle nur (lurch die innere Symmetrie verbunden. Auf den 
und 
k) z. B. Micali Taxi 4a. 
 Ein Beispiel solcher Anordnung ist auch 
Oeslerleyk Denkmälern Nr. 316. Taf. 62. 
die Urne 
in 
Müllerß
        

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